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Mit sieben Maßnahmen zum Glück

Die Umgestaltung eines bestehenden Privatgartens

Bei der Generalsanierung ihres Wohnhauses aus den 1920er-Jahren stand für die Bauherren fest,... mehr
Bei der Generalsanierung ihres Wohnhauses aus den 1920er-Jahren stand für die Bauherren fest, dass sie mit viel Liebe zum Detail die Innenräume modernisieren möchten, ohne den ursprünglichen Charme zu vernachlässigen. Die Gestaltung der Gartenfläche dagegen schien ihnen im ersten Moment mehr Kopfzerbrechen zu bereiten. Eine Kupferskulptur und ein Swimmingpool waren schon vorhanden, doch fehlte den Bauherren ein Gesamtkonzept, in dem die übrigen Gartenflächen, der Baumbestand sowie die Bereiche zum Nachbargrundstück mit berücksichtigt werden. Sie entschieden sich für ein Bieterverfahren, in dem sie den Garten- und Landschaftsplanern ein Stichwort vorgaben: Südfrankreich. Dieses Land ist ihre zweite Heimat und dementsprechend sollte der Garten etwas von diesem französischen Lebensgefühl ausstrahlen. Das Büro Argegarten konnte überzeugen – mit einem „natürlichen und abwechslungsreichen 7-Punkte-Konzept“.

Mit bestehender Substanz einen neuen Garten zu schaffen heißt: Erst einmal aufräumen. So wurde zunächst eine mächtige Thujenhecke hinter dem Swimmingpool gerodet und durch eine schlanke, klassische Eibenhecke ersetzt. Im zweiten Schritt wurde die gewonnene Fläche als Holzterrasse ausgeführt mit der Idee, einen Gegenpol zur Terrasse am Haus zu bilden und die als Lounge und Liegefläche eine zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeit bietet. Das „mächtige Polyesterungestüm“, so der Ausdruck und Eindruck des Argegarten-Teams vor Beginn der Umgestaltung, konnten sie somit rücksichtsvoll und sinnvoll in die Umgebung integrieren. Ein neuer Blickfang sind auch zwei Holzsichtschutzwände mit feinen Lamellen, die die grüne Landschaft unterbrechen und den horizontalen Bodenbelag in die Vertikale transportieren, sodass ein Spannungsfeld zwischen üppiger Bepflanzung und Bauwerk geschaffen wird. Eine der Wände dient auch gleich als Vorbau von zwei alten Pappelstämmen, die aufgrund der starken, ausgeprägten Wurzeln keine unmittelbare Bepflanzung zuließen; dafür kann der freie Zwischenraum als Stauraum für Gartengeräte und Poolutensilien genutzt werden. Neben dem Material Holz schlugen die Planer Beton für zwei weitere bauliche Elemente vor. Mit ganz neuer Wirkung ruht die vorhandene Kupferskulptur nun auf einem übergroßen Betonsockel, der in der Flucht am anderen Ende der Holzterrasse in einer schwebenden Betonliegefläche mit integrierter Feuerstelle sein Gegenstück findet.

Eine Hommage an Südfrankreich erfüllen die Punkte fünf und sechs: Der Bereich zwischen Pool und Eibenhecke wurde flächig mit Lavendel bepflanzt. Zum Nachbargrundstück wurde an einer Seite die bestehende Gehölzpflanzung verjüngt, in Teilen gerodet und dann mit einigen wenigen Solitärgehölzen, wie beispielsweise Zimt-Ahornstämme, ergänzt und flächig mit Hortensien bepflanzt. Der letzte Punkt widmet sich der Technik: Die gesamte Pooltechnik wurde erneuert, ein Rasenroboter integriert, die Bewässerung generalsaniert. Und damit auch in den Abendstunden die Erinnerungen an Südfrankreich erhalten bleiben, wurden verschiedene, atmosphärische Lichtszenarien berücksichtigt.

www.argegarten.at
Garten- und Landschaftsarchitekten: Argegarten www.argegarten.at Fotos: Sascha Jakab mehr

Garten- und Landschaftsarchitekten:

Argegarten
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Fotos:

Sascha Jakab