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Labor der Zukunft

Das neue Forschungsgebäude IMP am Vienna Biocenter

Moderne Architektur und Öffentlichkeit hatten bisher wenig mit Forschung gemein. Langsam ist ein... mehr

Moderne Architektur und Öffentlichkeit hatten bisher wenig mit Forschung gemein. Langsam ist ein Wandel in Sicht, denn auch die Wissenschaften blicken in die Zukunft und sind sich im Klaren, dass diese nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet. Für das Vienna Biocenter, das über die Grenzen Österreichs hinaus zum bedeutendsten Zentrum für Biowissenschaften geworden ist, gehört der Blick in die Zukunft seit nun über 25 Jahren wie selbstverständlich dazu. Das bestätigt auch der zuletzt fertiggestellte Neubau für das IMP (Institut für Molekulare Pathologie).  

Aufgrund geänderter Rahmenbedingungen und neuer technischer Anforderungen in Wissenschaft und Forschung war ein Neubau unerlässlich. In einem geladenen Architektenwettbewerb forderte das IMP von den Teilnehmern einen Gebäudeentwurf, der die Kommunikation unter den mehr als 200 Mitarbeitern fördert, Flexibilität der Labors für künftige technische Anforderungen erlaubt und ein ressourcenschonendes Energiekonzept berücksichtigt – überzeugen konnte das Büro ATP architekten ingenieure aus Wien.

Mit ihrem „Labor der Zukunft“ hat das Architektenteam nicht nur eine Forschungseinrichtung auf dem letzten Stand der Technik realisiert, sondern auch ein modernes Arbeitsumfeld geschaffen sowie eine erhöhte Aufmerksamkeit bei Bürgern ermöglicht. Das fängt beim äußeren Erscheinungsbild an, für das die Darstellung eines DNA-Codes als Vorlage diente. Vor der klassischen horizontalen Bandfassade sorgen schmale, geschlossene Paneele für eine vertikale Betonung der Fassade. Abhängig von Wetter- und Lichtverhältnissen changieren die Aluminiumsandwichpaneele je nach Standpunkt von Weiß bis Gold. Eine Ausnahme bildet die verglaste Gebäudemitte, die bereits Nutzung und Arbeitsstil im Innern widerspiegelt.

Ein fünfgeschossiges Atrium bildet das Zentrum des Gebäudes und dient als Kommunikationszone. Um dieses großzügige Atrium herum sind offene Arbeitsbereiche, Treffpunkte und moderne, flexible Laborzonen angeordnet, die den Forschern neben ihrer Arbeit in den Standard- und Speziallaboren, Geräteräumen und Büros als abwechslungsreicher Austausch dienen. Ferner haben die Architekten eine „Public Outreach Area“ mit Ausstellungsbereichen und einem Hörsaal geschaffen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und helfen solle, der Forschung einen entsprechenden gesellschaftlichen Stellenwert zu verschaffen. Tür und Tor sind nun geöffnet: Bitte eintreten ins „Labor der Zukunft“ heißt es jetzt auch für alle Bürger!

www.atp.ag

Architekten: ATP architekten ingenieure www.atp.ag Fotos: Kurt Kuball mehr

Architekten:

ATP architekten ingenieure
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Fotos:

Kurt Kuball