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Kindgerecht in die Zukunft

Ein Kindergarten orientiert sich an seiner Umgebung und dem Klimawandel

Wenn Kinder die Zukunft sind, dann sollen sie auch in einer Umgebung aufwachsen, die ihnen eine... mehr

Wenn Kinder die Zukunft sind, dann sollen sie auch in einer Umgebung aufwachsen, die ihnen eine Zukunft ermöglicht. Angesichts der zahlreichen weltweiten Herausforderungen keine leichte Aufgabe. Das Architekturbüro Treberspurg & Partner setzt bei seinem Kindergartenneubau für zwei Gruppen auf viel Licht und auf Flexibilität, sodass auch eine spätere Erweiterung einfach möglich ist. Vor allem aber sind es bedachtsam gewählte Materialien und ein intelligentes Energiekonzept, die einen sorgsamen Umgang mit den Ressourcen beweisen.

Auf eine lange Nutzungsdauer angelegt, sind die Materialien doch so gewählt, dass sie möglichst natürlich sind und sich an ihrem Lebensende trennen und wiederverwerten lassen. Auf künftig vermehrt auftretende Hitzesommer ist das Gebäude durch seine Dämmung aus Hanffasern ebenso vorbereitet wie auf kalte Winter. Durch die Mischbauweise ist zudem ausreichend Masse vorhanden, um durch die Phasenverschiebung angenehme Temperaturen im Innenraum zu erhalten. Zusätzlich kann über die Wasserwärmepumpe mit Tiefensonden und mittels Nachtauskühlung die Temperatur im Sommer aktiv gesenkt werden. Mit Lehm verputzte Wände sorgen ganzjährig für ein gesundes Raumklima.

Mit vorvergrautem Lärchenholz verkleidet fügt sich der Neubau in die Siedlungsstruktur ein und nimmt die Form der ortsüblichen Haken- und Streckhöfe auf. Nach Nordwesten und Südosten ausgerichtet entstehen auf dem langgestreckten Grundstück fünf ganz unterschiedliche Freibereiche. Der Wirtschafts- und Erschließungstrakt mit seinem Vorplatz schirmt die dahinterliegenden Flächen vor den starken Nordwestwinden ab. Der Aufenthalt im Freien wird durch geschützte Plätze gefördert, auf denen Gruppenaktivitäten stattfinden können. Zudem gibt es im hinteren Grundstücksbereich einen wilden Garten und einen Feldhügel, wo die Kinder ihren Bewegungsdrang voll ausleben können. Innen bietet sich hierfür die Spielstraße an, die zugleich die innere Erschließung ist. Hier zeigt sich einmal mehr, wie eine sinnvolle Mehrfachnutzung von Flächen aussieht. Über die großen Fensterflächen in der Fassade gibt es auch innen Licht, Luft und Ausblicke zur Genüge. Die Brüstungen liegen auf kindgerechter Höhe, sodass auch für die Kleinen Blickbezüge entstehen. Und das nicht nur nach draußen, sondern durch innen liegende Fenster auch zwischen den Räumen.

www.treberspurg.com

Fotos:

Treberspurg & Partner Architekten

(Erschienen in CUBE Wien 03|22)

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