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Holz, Stroh, Lehm

Ökologisch bauen für ein gesundes Raumklima mit wiederentdeckten Materialien

Ökologische Baumaterialien sind im Trend. Holz steht dabei an vorderster Stelle, Stroh und Lehm... mehr

Ökologische Baumaterialien sind im Trend. Holz steht dabei an vorderster Stelle, Stroh und Lehm hingegen gelten als eher ungewöhnlich. Dabei sind alle drei Materialien in historischen Gebäuden anzutreffen, nur eben mit der Zeit teilweise in Vergessenheit geraten. Obwohl Stroh sehr gut dämmt, auch gegen Schall, und Lehmwände feuchtigkeitsregulierend wirken, was zu einem guten Raumklima beiträgt. Beide Materialien sind ebenso wie das konstruktiv verwendete Holz lokal verfügbar und – zumindest was Stroh betrifft – ebenfalls nachwachsend. Gute Argumente, wenn der Wunsch nach ökologischem Bauen im Raum steht. Das Büro AL Architekt hat für eine Familie mit eben diesem Wunsch nach gesundem Wohnen ein Haus errichtet, dem auf den ersten Blick nicht unbedingt anzusehen ist, was in ihm steckt.

„Die Baufamilie wollte absolut ökologisch bauen, da ihr gesamtes Leben entsprechend ausgerichtet ist“, so Architekt Antonio Leonte. Daher finden sich überall natürliche Materialien wie Solnhofener Platten oder handgefertigte marokkanische Fliesen im Bad oder Eichendielen in Wohn- und Schlafräumen. Die Wand- und Fußbodenheizung wird über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gespeist, die über die Photovoltaikanlage auf dem Dach betrieben wird. Ohnehin bewirkt die Strohdämmung des Holzrahmenbaus, dass nur wenig Wärme verloren geht. Auch das teilweise in den Hang eingegrabene Kellergeschoss aus Betonfertigteilen ist gedämmt. Seine über das Erdreich ragenden Außenwände sind im hellen Ockerton gestrichen, der auch die Innenräume kennzeichnet. Innen allerdings ist es der natürliche Farbton des Lehmputzes, mit dem die Wände verkleidet sind.

Auf dem schmalen und langen Hanggrundstück stapeln sich die drei Geschosse mit einer ungewöhnlichen Anordnung der Wohnräume. Der offene Wohnbereich liegt ganz oben mit der Küche zur Straßenseite an der südlichen Grundstücksgrenze. Nach Norden öffnet sich der Blick über das Tal, gerahmt von großen Glasfronten. Weit auskragende Balkone mit gläsernen Brüstungen in den beiden oberen Geschossen und eine Terrasse vor dem in den Hang gegrabenen Kellergeschoss verstärken die Fokussierung auf den Ausblick. Die Bedeutung der Außenflächen zeigt sich in der zusätzlichen Verbindung der Balkone von Erd- und Obergeschoss mit einer Wendeltreppe. Eine Ergänzung zum zentralen Treppenhaus, das alle drei Geschosse verbindet. Ohne Klimaanlage halten Raffstores und konstruktiver Sonnenschutz zu starke Sonneneinstrahlung draußen. Damit passt sich das Haus nicht nur durch seine Baumaterialien dem ökologischen Lebensstil seiner Bewohnerfamilie an.

www.antonioleonte.at

Fotos:

Gottfried Frais
www.lichtzeichen.cc

(Erschienen in CUBE Wien 02|21)

Architekten: AL Architekt www.antonioleonte.at Generalunternehmer: Lopas www.lopas.at... mehr
Architekten:

AL Architekt
www.antonioleonte.at

Generalunternehmer:

Lopas
www.lopas.at

Haustechnik:

A. Weidinger
www.a-weidinger.at

Baumeister (Keller):

Kammel
www.kammel.eu

Fenster:

Optiwin
www.optiwin.net

Holzküche:

Artner Kreativtischlerei
www.kreativtischlerei.at

Marokkanische Zementfliesen:

Articima
www.articima.de

Eichenboden:

Rudda Parkett
www.rudda.at

Naturstein:

SSG Solnhofen Stone Group
www.ssg-solnhofen.de

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