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Goldenes Quartier

Ein ganzer Bereich in der Wiener Altstadt präsentiert sich im alten und neuen Glanz

Die Eröffnung des Park Hyatt Vienna hat Anfang Juni das Goldene Quartier im Herzen der Wiener... mehr
Die Eröffnung des Park Hyatt Vienna hat Anfang Juni das Goldene Quartier im Herzen der Wiener Altstadt vervollständigt. Das denkmalgeschützte Ensemble bietet neben genanntem Luxushotel hochwertige Einzelhandels- und Büroflächen sowie prachtvolle Penthouse-Wohnungen an. Groß suchen muss das Goldene Quartier keiner. Es liegt mitten in einem der ältesten Bereiche der Wiener Altstadt, in unmittelbarer Nähe zu Kunst- und Kultureinrichtungen, zum Stephansdom und zu weiteren prachtvollen Einkaufsstraßen. Ein Rundgang ist angebracht und erklärt, was das Goldene Quartier eigentlich ausmacht.

So war es früher
Die zwei Gebäudekomplexe, das Gebäude Am Hof und das Tuchlauben-Gebäude, die zusammen das Goldene Quartier bilden, sind bestens eingebettet in ihre historische Umgebung. Das Gebäude Am Hof 2, dessen Eingang heute die Hotelgäste für sich beanspruchen, wurde 1913 bis 1915 im Stil des Historismus, verbunden mit Merkmalen des Barock und des Jugendstils, errichtet. Es war das Hauptgebäude für die Niederösterreichische Eskompte-Gesellschaft bevor es dann 1991 zur Zentrale der ehemaligen Länderzentralbank wurde. Das Tuchlauben-Gebäude, dessen Ursprünge ins 17. Jahrhundert zurück gehen und 1838 um eine Anlage mit einer Passage erweitert wurde, war bis 2008 Bankzentrale der BAWAG. Im gleichen Jahr erwarb die SIGNA Holding die beiden Immobilien. 2009 konnte mit den umfassenden Umbau- und Restaurierungsarbeiten begonnen werden: stilvoll, wienerisch, exklusiv und kosmopolitisch sollte es werden und ist es geworden.

Das wurde verändert
Gemeinsam mit dem Architekten Heinz Neumann & Partner aus Wien sowie den Innenarchitekten der Büros FG Stijl aus Amsterdam (Gestaltung Am Hof) und Landau und Kindelbacher aus München (Gestaltung Tuchlauben) setzte die SIGNA ein klares Zeichen für zeitgenössische Architektur im denkmalgeschützten Ambiente. Das erforderte sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz, die sich in einem sehr gepflegten Zustand befand. Traditionelle Baustile sollten beibehalten und mit modernen Stilen kombiniert werden. Zahlreiche Maßnahmen wurden zudem umgesetzt, die von außen nicht erkennbar sind, so wie statische Ertüchtigungen und der Einbau neuester und zeitgemäßer Technik.

Park Hyatt Vienna
Wer eine Nacht im Park Hyatt Vienna gebucht hat und Am Hof 2 vorfährt, sollte sich Zeit nehmen. Ob von außen oder innen betrachtet, das Auge bleibt immer erst einmal an den zahlreichen gebauten Details hängen und ist dankbar für die Vielfalt, die auch dieses Gebäude aus dem letzten Jahrhundert sein besonderes Erscheinungsbild verdankt: die 100-jährigen Kastenfenster, die vor Ort renoviert wurden – in den Außenfenstern befindet sich sogar noch das Originalglas – , die Reliefs an der Fassade, der 100 Jahre alte Marmor in der Lobby oder die Jugendstilelemente im Inneren.

Besonders begehrt, damals wie heute, die großzügigen Raumzuschnitte mit ihren breiten Treppenanlagen. Die Decke fällt einem wahrlich beim Einchecken nicht auf den Kopf, die 7 m hohe Lobby lässt einen entspannt ankommen und durchatmen – nicht immer der Fall bei ähnlichen Luxushotels. Das Frühstücks-, Speise- und Getränkeangebot kann schnell zur Nebensache werden, wenn man in der ehemaligen dreischiffigen Kassenhalle, die sich heute immer noch im kunstvoll historischen Ambiente präsentiert, Platz nimmt. Auch in der ehemaligen Direktionsetage auf der Bel Étage im zweiten Stock, in der Ballsaal, Premium Meeting-Räume und Büros untergebracht sind, ist noch der Flair aus alten Zeiten zu spüren.

Wer in nächster Zeit die Wiener Altstadt aufsucht, sollte sich das Goldene Quartier nicht entgehen lassen. Ein Besuch allein genügt gewiss nicht, um alles zu erfassen. 19 Luxuslabels sind sowieso nicht an einem Tag zu bewältigen, höchstens wenn man sich anschließend in einem der 143 Hotelzimmer ausruhen kann. Alle anderen können sich in der Bar „Pearl“ bei einem einzigartigen Cocktail oder Champagner mit Blick auf die Fußgängerzone ausruhen. Bescheiden kann es dann danach wieder zugehen.

www.goldenesquartier.com
Fotos Park Hyat vienna.park.hyatt.at Claus Süss Gregor Titze www.gregortitze.com mehr

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Park Hyat
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Claus Süss Gregor Titze
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