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Für kleine Entdecker

Eine umgebaute Fabrikantenvilla wird zum Erlebnisort für Kinder

Verändert man einen Industriestandort, birgt das Chancen und Möglichkeiten. Wenn aus einem... mehr

Verändert man einen Industriestandort, birgt das Chancen und Möglichkeiten. Wenn aus einem ehemaligen Fabrikgebäude ein Jugendzentrum wird, was geschieht dann mit der Fabrikantenvilla aus den 1950er-Jahren, die zum Gelände gehört? Aus ihr wird ein KALO – ein Abenteuerlabor für Kinder bis zwölf Jahren! Gemeinsam mit einer Gemeinderätin und einer Elementarpädagogin vollzog das Architekturbüro ASAP Hoog Pitro Sammer die Transformation des L-förmigen Gebäudes. Dass sich auch das Leben in den Räumen verändert, dafür werden die Kinder sorgen. 

„Kinder dürfen und müssen sich unsere Architektur aneignen können“, sagt Florian Sammer. Dafür wurden robuste, kindgerechte und ökologische Materialien gewählt, wie Seile für Netze sowie kräftige Farben für gemasertes Sperrholz und Linoleum. Für die Adaption wurde so wenig wie möglich in den Bestand eingegriffen. Das zeigt sich bereits am Zaun, der erhalten wurde. Große knallbunte Buchstaben weisen auf die neue Nutzung hin. Der Eingang wurde an die Nordseite verlegt und führt in das ehemalige Foyer, in dem die alte Treppe nach oben führt. An einer Seite liegen eine Küche und ein Eltern-Kind-Café. Dort können sich Eltern untereinander oder mit Mitarbeiter:innen austauschen. Fast alle Zwischenwände wurden im Erdgeschoss entfernt und teilweise durch spielerische Einbauten ersetzt. Intuitiv erschließen sich die Kinder die Nutzung der Räume. Die Architektur gibt nur den fantasievollen Rahmen dafür vor. So führt eine runde Drehscheibe in einen mit Polycarbonatplatten abgetrennten Raum. Mit seinen umlaufenden Regalen dient er als Materiallager, lässt in der Mitte aber auch Platz für Theaterspiel. Gleich nebenan, im ehemaligen Wohnsalon der Villa, gibt es einen doppelten Boden. Die beiden Ebenen regen zum Erforschen der Dimensionen an. Die Einschnitte im Boden lassen sich aber auch schließen, wodurch der Raum wieder ganz anders genutzt werden kann. Am Ende einer Kletterwendeltreppe ist im Dachgeschoss ein Netz gespannt. Wo früher im Erdgeschoss das Schlafzimmer lag, befindet sich nun ein Bewegungsraum. Bei der Sanierung eingefügte Unterzüge halten Schaukeln, Seile und Ringe.

Unterm Walmdach geht das Angebot für die Kinder mit einem Malatelier, einer Bibliothek und einer Werkstatt weiter. Hier gibt es sogar einen Brennofen. Auch das Büro der Mitarbeiter:innen liegt auf dieser Ebene. Die Architektur macht hier ein umfassendes Angebot. Wie es genutzt wird, werden die großen und kleinen Personen entscheiden.

www.asap-zt.com

 

Fotos:

Nadine Tschinke/Ferdinand Kersten
www.tschinkersten.de

(Erschienen in CUBE Wien 01|23)

 

 

Architektur: ASAP – Hoog Pitro Sammer www.asap-zt.com   Tischlerei: ... mehr
Architektur:

ASAP – Hoog Pitro Sammer
www.asap-zt.com

 

Tischlerei: 

Tischlerei Karl Friedl 
www.tischlereifriedl.at

 

Malerarbeiten: 

Walter Pospichal
pospichal.org

 

Bodenarbeiten:

Gaster
www.gaster.at

 

Fliesenlegerarbeiten: 

Michael Stanzl
Telefon: 02252 74316

 

Seile & Netz: 

Haanl
www.haanl.at

 

Metallbau: 

Gerhard Artwohl, Reparatur & Montageservice
www.mobilerschlosser.at

 

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