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Einkaufen auf Zeit

Temporäre Supermarktfiliale versorgt die ersten BewohnerInnen der Seestadt

Einkaufen auf Zeit
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In neuen Stadtquartieren entstehen bei Weitem nicht nur Wohnungen oder Büros. Es muss eine... mehr

In neuen Stadtquartieren entstehen bei Weitem nicht nur Wohnungen oder Büros. Es muss eine komplette Infrastruktur errichtet werden, zu der neben Straßen, Kanalisation und einer Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr auch die Nahversorgung gehört. Lebensmittelgeschäfte dürfen da nicht fehlen. Auch für die Seestadt Aspern sind sie von Anfang an mit eingeplant. Neben anderen Geschäften werden sie die Erdgeschosszone einer zentralen Einkaufsstraße besiedeln, die Teil eines der derzeit größten Stadtentwicklungsprojekte Europas ist. Immerhin werden hier bis 2028 20.000 Menschen wohnen und ebenso viele arbeiten. Einen Teil ihrer Versorgung wird dann der Lebensmitteldiscounter mit einer Filiale übernehmen. Bis die fertiggestellt ist, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Um diese zu überbrücken und schon ein erstes Angebot für die neue Nachbarschaft zu haben, wurde das Architekturbüro Malek Herbst beauftragt, eine Übergangslösung zu entwickeln.

Der langgestreckte Baukörper fiel anfangs durch seine Alleinlage auf, überragt von den Kränen der umgebenden Baustellen, die noch einige Zeit dort stehen werden. Das Gebäude selbst stand innerhalb von nur 14 Wochen, was dem hohen Vorfertigungsgrad der Holzmodulbauweise zu verdanken ist. Auf 730 m² findet sich nun das komplette, wenngleich komprimierte Sortiment des Discounters. In den klar strukturierten, übersichtlichen Verkaufsraum dringt durch die vollständig verglaste schmale Eingangsseite und einzelne raumhohe Verglasungen an den Längsseiten Tageslicht. Das Licht von LED-Leuchten erhellt den Innenraum zusätzlich, dem das sichtbar belassene Holz eine angenehme Atmosphäre verleiht.

Der hohe Vorfertigungsgrad und die damit verbundene kurze Bauzeit sowie ein niedriger Energieverbrauch im Betrieb wirken sich positiv auf die Gesamtenergiebilanz der Filiale aus. Ein Beispiel für temporäres ökologisches Bauen wird das Gebäude allerdings durch seine Wiederverwendbarkeit. Denn wird es hier in der Seestadt in wenigen Monaten nicht mehr gebraucht, kann es abgebaut und andernorts wiederaufgebaut werden.

www.malekherbst.com

Fotos:

Lukas Schaller
www.lukasschaller.at

(Erschienen in CUBE Wien 01|22)

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