Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Bilderrahmen reloaded

Handwerk und Tradition im Zeitalter der Digitalisierung

Nein, für dieses Handwerk gibt es keine Lehre. Lauscht man den Worten von Moritz Wohlleb, so... mehr

Nein, für dieses Handwerk gibt es keine Lehre. Lauscht man den Worten von Moritz Wohlleb, so braucht es hier definitiv eine Berufung, die in seinem Fall wohl familiär geprägt ist. Zu einer guten Portion Enthusiasmus und Emotion fehlt dann „nur“ noch handwerkliches Know-How aus den Metiers Tischlerei, Glaserei, Vergolden, Restauration und vorzugsweise auch Leidenschaft für Kunstgeschichte und Malerei. Wie Moritz Wohlleb zu all diesen Fähigkeiten kam? „Ich habe das alles bei meinem Vater gelernt, der wiederum bei seinem Vater und so ging es noch zwei Generationen weiter, denn mein Ururgroßvater hat 1869 das erste Einrahmungsgeschäft unserer Familie eröffnet. Ich kann also auf fast 150 Jahre Einrahmungserfahrung zurückgreifen.“

Spielerisch und ungezwungen mit der Wissbegier eines jungen Buben verbrachte er die Stunden nach der Schule in der Werkstatt seiner Eltern im 3. Wiener Gemeindebezirk. Dort hantierte er mit Holz und Hammer, Zwinge und Zange und freute sich mit 14 Jahren über seinen ersten eigenen Rahmen. Nach der Matura zog es ihn Richtung WU, wo er seine Vorliebe für Vertrieb und Kommunikation entdeckte. Heute kombiniert er die Liebe zu Handwerk und Kunst mit seinem universitären Wissen und widerlegt die oft geäußerte Vermutung, dass die Kunst des Bildereinrahmens in Zeiten von digitalen Medien überholt ist. Ganz im Gegenteil setzt er genau hier an und motiviert auch die nächste Generation, ihre emotionalen Momente, die oft im Nirwana der digitalen Speicher schlummern oder gar verschwinden, gedruckt und dem Anlass entsprechend gerahmt an die Wand zu hängen. Dieser Zielgruppe und ihren Usancen entsprechend kommuniziert er sein handwerkliches Know-How auf Facebook und Instagram und bietet seine Leistungen sogar als Online-Shop an. Aber auch sein Offline-Geschäft gestaltet er den jungen Wiener Trends entsprechend und steht seinen Kunden in einem der immer beliebter werdenden Pop-Up-Stores für ganz persönliche Beratung zur Verfügung, ob für Restaurierungen oder zur Rahmenkollektion, ob in Holz, Silber oder Gold, ob natur, geölt oder farbig, ob mit Passepartout oder ohne. Bis Ende April ist er in der Kaiserstraße 76 im 7. Bezirk zu finden, wo ab Mitte Mai die Wiener Festwochen gastieren. Wohin dann die Reise weiter geht, wird sicherlich auf der Webseite von Frameshore kommuniziert.

www.frameshore.com