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365 Tage speisen und nippen

Das Rochus 1090 mit Blick auf den Bauernfeldplatz

Restaurant, Bar, Café, Lounge, wie man es nun auch nennen mag – die Räume, die das Büro Söhne &... mehr

Restaurant, Bar, Café, Lounge, wie man es nun auch nennen mag – die Räume, die das Büro Söhne & Partner Architekten aus Wien im Stiegenhaus des 19. Jahrhunderts am Bauernfeldplatz im neunten Bezirk generalsaniert hat, sind originell und formvollendet.

Bevor überhaupt an die Gestaltung gedacht wurde, stand ein neues Raumkonzept im Vordergrund. Aufgrund der ungünstigen Organisation im Erdgeschoss, Souterrain und Mezzanin des vorherigen Cafés sowie der teilweise maroden Bausubstanz holten die Architekten zum Rundumschlag aus: die unterschiedlichen Ebenen sollten verbunden und zum Straßenraum geöffnet werden. Der seit 1913 bestehende Wintergarten, eigentlich zuerst für die Neuplanung keine große Bedeutung mehr, konnte sich vor dem Abriss gerade dann doch noch retten. Diese Entscheidung hat sich als klug erwiesen. Der Wintergarten verbindet durch die Öffnung der Portale zu raumhohen Fenstern nicht nur den Innenraum mit dem Außenraum, sondern auch die unterschiedlichen Ebenen. Damit war die Basis geschaffen.

Es gelang nun, das Erdgeschoss mit dem Souterrain und dem Mezzanin geschickt miteinander zu verbinden sowie die Räume neu anzuordnen. So kam die Küche ins Souterrain und im Gastraum im Erdgeschoss kann man nun – ob Raucher oder Nichtraucher – die Aussicht über den Bauernfeldplatz genießen. Auch die Fläche im Mezzanin sollte zum vollwertigen Raum umfunktioniert werden. Der Gastraum, um ganze 2.40 m gegenüber der Straße erhöht, erhält durch das Entfernen der Brüstungen und dem Einbau raumhoher Fenster viel Luft und Licht und öffnet sich ebenso zum Platz.

Unterschiedliche Ebenen sollen auch unterschiedliche Eindrücke hinterlassen, so haben es sich die Architekten bei der Einrichtung gedacht. Da sich der Grundriss im Erdgeschoss U-förmig um den Gebäudekern legt, führte dies zu der Idee, den Kern optisch mit Hilfe von dunklen Beschichtungen und Spiegeln zu veredeln. Bei diesem Bereich mit seinen verspiegelten Säulen und Polsterwänden handelt es sich um die „Hinterlandschaft“ der Bars. Die Bars im vorderen Bereich und die vier Ethanolkamine im Raum werden durch goldene Beschichtungen der Oberflächen besonders hervorgehoben und in Szene gesetzt. Während man im Erdgeschoss auf dunklen lederbezogenen Barhockern und Ledersesseln Platz nimmt, ist der obere Bereich mit langen dunklen Esstischen und gepolsterten Stühlen eingerichtet. Auffallend ist, dass die Farben Gold, Dunkelbraun und Rot sowie die Materialien Holz, Leder und Stoff alle Ebenen begleiten und sie so zusammenführen.

Kein Wunder, dass das neue Rochus 1090 als Hotspot gilt. Selten gibt es diese Mischung zum einen aus Architektur des 19. Jahrhunderts verbunden mit modernen Gestaltungselementen zum anderen die Mischung aus Restaurant-, Bar-, Café- und Loungekultur verbunden mit kulinarischer Vielfalt zum Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Noch besser bringt das folgende Behauptung auf der Internetseite des Restaurants auf den Punkt: „Wir sind…Zeitlos und Zeitgeist / Café / Bar / Lounge / Wohlfühlzentrum im Neunten / Südterrasse / Geschäftsessen / Wiener Schanigarten / International / Lieblingstreffpunkt / Brunch / Kinder-, mama- und papafreundlich / entschleunigend / Party / Frühstück / Dein Team / Qualität
... DEINE FREIZEIT.“

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Architekten

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Severin Wurnig
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