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Stufenweise zum smarten Hotel

Von der Testphase zu einer professionellen Gebäudeautomation

Nach Angaben der Serviceplattform Tophotelprojects eröffnen allein im Monat April dieses Jahres... mehr

Nach Angaben der Serviceplattform Tophotelprojects eröffnen allein im Monat April dieses Jahres weltweit 201 Hotels, davon 49 in Europa. Für eine nachhaltige Differenzierung erweist es sich deshalb als unabdingbar, zu den Bedürfnissen nach Wohnzimmeratmosphäre, hochwertigen Materialien und umfangreichen Servicediensten, auch die technische sowie digitale Ausstattung von Hotel und Zimmer auf ein zukunftsfähiges Niveau zu bringen. Solche Gebäudenutzungen bedingen jedoch überlegte Konzepte mit Lerncharakter, denn nicht alles, was an Technik integriert wird, funktioniert zufriedenstellend oder erfüllt die Kriterien einer effizienten und ökonomischen Hotelstruktur. Genau diese Denkweise vertritt der Hotelmanager Thomas Behrendt des in Stuttgart befindlichen SI-Suites Hotels. Das im Boarding-Charakter geführte Haus rüstet nun in mehreren Etappen seine bereits neu gestalteten Zimmer mit so allerlei technischen Features aus. Begonnen wurde vor vier Jahren mit den 70 Räumen für Langzeitgäste. Was dieser Reisetypus wünscht, offenbarte sich in dreierlei Hinsicht: Für eine bedürfnisgerechte und machbare Umsetzung bot zum einen die Kooperation mit „FutureHotel“, einer Initiative des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation, einen hilfreichen Input beispielsweise für Beleuchtungslösungen, Zutrittskontrolle oder digitaler Serviceleistungen. Überdies half die Erstellung eines Gastprofils. Es speicherte zum Beispiel die Wohlfühltemperatur des Gastes, um selbige beim nächsten Besuch unmittelbar beim Check-in abzurufen. Wichtig war vor allem das Prinzip „Learning by doing“. In einem eigens eingerichteten Mockup-Room prüften die Gäste die neuen Ideen auf ihre Praxistauglichkeit. Ob etwa die Steuerung von Klima, Licht, Beschattung, Entertainment oder der im Spiegel integrierte IPTV bedienerfreundlich sind. So entstanden aus Lob und Kritik nach und nach bedürfnisgerechte Komfort-Suiten. Diese Ausstattungskomplexität bedarf einer gut funktionierenden Technikbasis. Gesucht war eine flexibel erweiterbare Lösung, die in ein KNX-System mit der neu entwickelten Hotel-Software mündete. Die Elektroinstallation erfolgte zum großen Teil über die Leitungen aus dem Bestandsbau, bedurfte jedoch auch zusätzlicher Kabel u. a. für die Setzung der Netzwerkdosen oder der Audiotechnik. Eine aufwendige Kernbohrung war nötig, um die Kabel ähnlich einer Telefonleitung zu den jeweiligen Zimmern etagenweise zu verlegen. Für eine optimale Netzabdeckung läuft das WLAN über einen hauseigenen Hotspot.

Die Regelung des Heizungssystems geschieht sowohl zentral, um auf Zimmerleerstand zu reagieren, als auch gastbezogen über die jeweiligen Room-Pads. Sie ersetzen zudem die bisherige Hotelmappe, dienen als Concierge und lassen sich für persönliche E-Mail-Korrespondenz, Zimmersteuerung und Entertainmentzentrale nutzen. Die Anforderungen an die Audiotechnik löst die Bluetooth Connect-Verbindung, sodass der Gast über seine eigenen Geräte Musik abspielen, aber auch den Zugang zur hausinternen Mediathek nutzen kann.


Fotos:

Meyerfoto
www.meyerfoto.de

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