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Fit für die Zukunft

Für’s eigene Heim steht eine Vielzahl an Lösungen bereit

CUBE: Wie mache ich mein Haus fit für die Zukunft? Hans-Jörg Müller: Die Möglichkeiten dafür... mehr

CUBE: Wie mache ich mein Haus fit für die Zukunft?
Hans-Jörg Müller: Die Möglichkeiten dafür sind praktisch unendlich. Ganz entscheidend sind hier die Affinität und das Budget. Bereits für wenig Geld gibt es durchaus Komfortlösungen, etwa elektrisch betriebene Jalousien. Bindet man diese in ein Funknetzwerk ein, hat man im Grunde schon eine kleine Smart Home-Insellösung. Sehr viel mehr Optionen bieten Systemlösungen, wie sie Gira kabelgebunden als KNX oder funkbasiert als eNet anbietet – für den Neubau einerseits und die Nachrüstung andererseits. Hier kommt neben der Budgetfrage hinzu, wie technikaffin der Nutzer ist, was er als sinnvoll erachtet und wie viel Technik er möchte.

Der Begriff Smart Home ist derzeit in aller Munde, er ist aber auch schwammig. Neben durchgängigen Systemlösungen gibt es unendlich viele Insellösungen, die nicht selten aus Media- oder Baumärkten kommen. Was empfehlen Sie Nutzern?
Zunächst ist die Angebotsvielfalt eine gute Sache – und auch Insellösungen sind ja nicht per se schlecht. Der Nutzer hat die Wahl! Systemlösungen über Funk oder Kabel haben aber zwei Vorteile: Sie werden zum einen vom Fachmann installiert und sollen 20 Jahre oder länger einwandfrei zu funktionieren. Zum anderen lassen sich hier sehr viel höhere Sicherheitsstandards beim Datenschutz realisieren. Dies und eine lange Lebensdauer von einem reinen Consumer-Produkt zu erwarten, wäre unrealistisch. Allerdings: Wenn Insellösungen sich nur auf ein oder zwei Zimmer erstrecken, also ohne einen Zugriff von außen, ohne Server, spielt das Thema Datensicherheit keine entscheidende Rolle.

Wie sieht die Zukunft des Smart Homes aus? Wird es weitere Technologiesprünge geben?
Ich sehe durchaus evolutionäre Schritte. Wir beobachten gespannt, wie sich Apple und Google im Markt bewegen. Davon unabhängig sehen wir Funklösungen, die in Zukunft sehr viel größere Datenmengen transportieren können als heute – die damit leistungsfähiger werden. Schnellere Netze werden hier nicht nur eine höhere Qualität garantieren, sondern auch den Nutzungsumfang erweitern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Infrastrukturabdeckung des Netzes das auch leisten kann – sie muss also deutlich besser werden im Vergleich zum heutigen Stand.

Jeder spricht derzeit vom Smart Home und seinen Möglichkeiten. Werden diese Technologien die klassische Elektromechanik verdrängen? Wird es den Lichtschalter in 10 Jahren noch geben? Wie werden sich die Verhältnisse ändern?
Smart Home ist ganz eindeutig ein Wachstumsmarkt, die Elektromechanik repräsentiert aber nach wie vor den Breitenmarkt. Beide Technologien werden künftig nebeneinander existieren, weil beide ihre Berechtigung haben. Selbst bei Smart Home-Neubauten gibt es praktisch immer eine Kombination aus intelligenten Komponenten und einer konventionellen Installation. Der Lichtschalter wird so schnell nicht verschwinden.

Herr Müller, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Hans-Jörg Müller Nach Abschluss seines Studiums der Ökonomie mit den Schwerpunkten... mehr

Hans-Jörg Müller


Nach Abschluss seines Studiums der Ökonomie mit den Schwerpunkten Innovationsmanagement und Organisationspsychologie hat Hans-Jörg Müller bei Gira in verschiedenen Funktionen mehr als 15 Jahre die Sortimente wie etwa das „System 55“ aktiv mitgestaltet und geprägt: von 1992 bis 1994 als Marketingmanager, von 1994 bis 1999 als Produktmanager und von 1999 bis 2006 als Leiter des Produktmanagements und Prokurist. Anschließend wechselte er zu HEWI. Beim renommierten Systemanbieter für die Bereiche Sanitär und Baubeschlag verantwortete er seit 2006 den Bereich „Marketing, Innovation und Design“. Seit dem 1. März 2016 leitet Hans-Jörg Müller den Bereich „Produkt und Design“ bei der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG in Radevormwald.