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Reduktion auf das Wesentliche

Das Schülerhaus im Friedrich-Eugens-Gymnasium

Mit dem Schülerhaus für das Friedrich-Eugens-Gymnasium im Stuttgarter Westen, einem temporären... mehr
Mit dem Schülerhaus für das Friedrich-Eugens-Gymnasium im Stuttgarter Westen, einem temporären Zuhause für Schüler, die sich ganztags auf dem Gelände befinden und dort ihre Freizeit verbringen, haben die Architekten vom Büro Drei Architekten bewiesen, welche Qualität mit einer konsequenten Planung zu erreichen ist. Nach einem ersten Konzept, entstanden „am Küchentisch“, ließ sich die Stadt von einem sehr günstigen Kostenrahmen nicht mehr abbringen.

Das Friedrich-Eugens-Gymnasium wurde 1954 von Prof. Hans Brüllmann gebaut und steht mit seinen gesamten Außenanlagen unter Denkmalschutz. Da die Fassade des Bestandsbaukörpers komplett mit Fliesen verkleidet ist, lag nahe, dass es keine Integration, sondern eine Konfrontation mit dem neuen Gebäude geben wird.

„Mir war klar, dass wir nur einen Solitär abgerückt von den Bestandsbauten realisieren können“, so der Architekt Haffner. „Wir wollten, dass das neue Gebäude ein Wohngebäude ist, das nichts mit dem Schulgebäude zu tun hat und diesem nicht gleicht.“ Das neue Gebäude, in der Form eines Würfels, folgt der vorhandenen Freitreppe in leicht gedrehter Richtung zur Fassade des Hauptgebäudes und unterstützt so die fließende Verbindung zwischen den beiden Höfen. Es ist erkennbar geteilt in drei Ebenen, die mit einer offen geführten Treppe miteinander verbunden sind. In der unteren wird gegessen, in der mittleren gechillt und die obere steht für Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung. Große, geschossübergreifende Glaselemente an der Ost- sowie an der Westfassade durchfluten den Würfel mit Licht und geben Transparenz bei Tag und Nacht. Auf der Süd- und Nordseite ist die Holzfassade augenscheinlich geschlossen. Die von außen nicht sichtbaren Fenster befinden sich hinter der Fassade, lassen aber trotzdem noch immer genügend Licht hindurch. Der Speiseraum im Untergeschoss kann auf die zweite Ebene erweitert werden, wenn die 50 Plätze nicht ausreichen sollten. Während die mittlere Ebene als Café genutzt wird, ist die obere mit Computerarbeitsplätzen eingerichtet.

Da das Architekturbüro mit seiner ersten Kostenschätzung eine recht kostengünstige Variante erarbeitet hatte, wurde es nun bei vielen „Sparrunden“ immer wieder daran erinnert. Verzichtet wurde nun auf eine abgehängte Akustikdecke und Sichtbetonqualität an der Decke sowie Öffnungsflügel in den großen Fassaden. Die Lüftung erfolgt über öffenbare Holzelemente mit Metalllüftungsgitter. Einsparungspotenzial fand man zudem bei dem Abstand der horizontalen Lattung aus Fichtenholz. Aufgrund der Verschattung durch den großen Baumbestand konnte man mit einer Sondergenehmigung auf einen Sonnenschutz verzichten.

www.drei-architekten.de
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Wolf-Dieter Gericke