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Offen für Veränderung

Headquarter eines Softwareunternehmens mit flexiblen Strukturen

Ein klares Volumen als Solitär in einer stark heterogenen Umgebung – so positioniert sich das... mehr

Ein klares Volumen als Solitär in einer stark heterogenen Umgebung – so positioniert sich das neue Headquarter des Softwareunternehmens für Logistik AEB, das alle Mitarbeiter in einem Gebäude unterbringen wollte. Ein Ausschnitt im Gebäudevolumen markiert und überdacht den zentralen, über einen Vorplatz erreichbaren Eingangsbereich. In der Architektursprache zeigen sich die Philosophie und der Wunsch des Unternehmens nach Transparenz und Offenheit. So ist das äußere Erscheinungsbild des fünfgeschossigen Gebäudes geprägt von einer feinen Linienstruktur gestapelter, geschosshoher Fassadenelemente. Die Präzision und sorgfältige Fügung im Detail verleihen dem Gebäude einen hochwertigen und zeitlosen Charakter.

Im Erdgeschoss finden sich die öffentlichen Funktionen wie eine Küche mit Kasino, Besprechungsräume sowie ein flexibel nutzbares Atrium. Ganz dem Prinzip moderner Arbeitswelten folgend, bietet das Headquarter für seine rund 420 Arbeitsplätze eine hochflexible Struktur. Hier gruppieren sich sowohl multifunktionale Open-Space Arbeitsbereiche als auch zelluläre Rückzugsräume um das zentrale Atrium. So wird der 21 m hohe Luftraum des Atriums zum kommunikativen Herz, zur neuen visuellen Mitte des Unternehmens. Die Besonderheit in der inneren Erschließung bildet der umlaufende Atriumumgang, der − anders als Mittelflure − die erforderlichen Raumtiefen von 12 bis 13 m für die offenen Bereiche ermöglicht. In Verbindung mit rahmenlosen Verglasungen schafft man transparente Übergänge zwischen den einzelnen Innenräumen sowie Ein- und Durchblicke in die Arbeitsbereiche. Über bündig zwischen Akustikpaneelen integrierte, lineare LED-Profile werden die Büroflächen gleichmäßig beleuchtet.

Im Schnitt durch das Gebäude wird die Idee verschieden hoher, gestapelter Räume deutlich: In den Open-Space Bereichen beträgt die lichte Raumhöhe 3 m und die sichtbar belassenen Rohdecken sind betonkernaktiviert. Analog zur Erschließungsfläche des Atriumgangs verläuft die Haustechnik in einem abgehängten Deckenbereich. Hier verringert sich die Raumhöhe auf 2,50 m. Die geschossweise alternierenden Balkone ermöglichen sowohl eingeschossige, geschützte Raumbildungen als auch extrovertierte, doppelgeschossige Raumsequenzen mit starkem visuellem und räumlichem Bezug zum Atriumluftraum. Gläserne Brüstungen erlauben zusätzlich fließende Übergänge und Einblicke in die multifunktionalen Raumkonstellationen. In den Innenräumen tritt die Architektur in den Hintergrund. Die Materialpalette aus wenigen hochwertigen Materialien für die Gebäudestruktur und den Ausbau lassen Raum für die Bespielung des Gebäudes über flexible Möblierungen und die spezifische Programmierung neutraler Büroflächen.

www.riehle-architekten.de

Architekten: Riehle+Assoziierte www.riehle-architekten.de Fotos: Roland Halbe... mehr

Architekten:

Riehle+Assoziierte
www.riehle-architekten.de

Fotos:

Roland Halbe
www.rolandhalbe.eu