Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Neues Leben in alter Schule

Gelungene Sanierung einer Grundschule

Viele Schulen im Stuttgarter Stadtgebiet sind in den 1950er-/1960er-Jahren erstellt und bedürfen... mehr
Viele Schulen im Stuttgarter Stadtgebiet sind in den 1950er-/1960er-Jahren erstellt und bedürfen nun, auch mit den neuen Anforderungen an eine Ganztagesschule, einer Sanierung und Erweiterung. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist die Schönbuchschule, die sich in Vaihingen in direkter Nachbarschaft zu einem Waldgebiet und dem Steinbach befindet und somit ein idealer Ort für eine Grundschule ist. Die architekturagentur aus Stuttgart erhielt die Aufgabe, dieses Gebäude energetisch zu sanieren und die dazugehörige Turnhalle zu entkernen, sie räumlich den heutigen Anforderungen anzupassen und auf den aktuellen technischen Stand zu bringen. Die Architekten hatten sich für diese Aufgabe das Ziel gesetzt, die gestalterische Sprache der Originalgebäude zu erhalten und mit den aktuellen Anforderungen und den zeitgemäßen Materialien neu zu interpretieren.

Ein wichtiges Anliegen dabei war es ihnen, dass die Identifikation mit ihrem Schulgebäude den Schülern als gemeinschaftsstärkendes Element dienen würde, indem die Einheitsarchitektur aus der Bestandszeit in den Hintergrund trat. Dass ihnen das gut gelungen ist, erkennt der Betrachter auf den ersten Blick an dem gezielt eingesetzten Farbkonzept, basierend auf dem Farbkreis nach Johannes Itten. Die drei ausgewählten Gelb-und Orangetöne wirken noch strahlender, weil sie durch ruhige Hintergrundfarben wie weiß und grau verstärkt werden. Im Innenraum wurde in den neu gestalteten Bereichen mit Farben aus den Bereichen von Gelb bis Grün ergänzend eingegriffen, um so das Farbkonzept auch innen fortzuführen. Die bestehende, gemauerte Fassade der Schule wurden weitgehend durch ein gedämmtes und hinterlüftetes System aus Plattenwerkstoffen ersetzt, das in seiner Gliederung die Mauerwerksstruktur aufnimmt und neu interpretiert. Die Platten erhielten keine zusätzliche farbige Beschichtung, sondern wurden in ihrer natürlichen Ausprägung von Farbe und Oberfläche belassen. Somit zeigen sie sich, in Bezug auf Materialfarbe und Körnung, als authentischer Baustoff, wie auch die bauzeitlichen Ziegel. Die Putzfassaden und Teile der gemauerten Außenwände erhielten eine Wärmedämmung mit einer hellen, geputzten Oberfläche.

Sehr schön haben die Architekten das Thema Schule als einen Ort gesammelten Wissens in Form von abstrahierten Büchern thematisiert. Die bauzeitlichen Holzfenster, ersetzt durch elementierte Aluminium-Glas-Elemente, erwecken nun die Assoziation an stilisierte Buchregale mit unterschiedlich breiten Büchern. Was zunächst wie ein Buchrücken aussieht, verbirgt im Innern tatsächlich ein Regal, das in den einzelnen Klassenräumen eine definierte Abstellfläche darstellt und somit hilft, Ordnung zu halten. Schön, dass Architektur diesen wichtigen Baustein im pädagogischen Alltag der Schule unterstützen kann.

www.architekturagentur.de
Architekten: architekturagentur www.architekturagentur.de Fotos: Dietmar Strauß mehr

Architekten:

architekturagentur
www.architekturagentur.de

Fotos:

Dietmar Strauß