Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Mehr Raum für kleine Forscher

Betriebskindertagesstätte der Max-Planck-Gesellschaft

Je drei Gruppen mit je zehn Kindern im Alter zwischen ein und drei Jahren finden Platz in der... mehr

Je drei Gruppen mit je zehn Kindern im Alter zwischen ein und drei Jahren finden Platz in der neuen KiTa Planckton. Sie setzt sich zusammen aus einem ehemaligen Direktorenwohnhaus in Massivbauweise aus den 1950er-Jahren und einem Neubau in Holzbauweise, der den Bestandsbaukörper an drei Seiten umschließt. Aufgrund der räumlichen Nähe zu einem benachbarten, viergeschossigen Institutsgebäude, dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme, ist die Dachfläche als fünfte Fassadenfläche gestaltungsrelevant. Das Dach des eingeschossigen Anbaus gestalteten Architekten + Partner Dannien Roller mit verschiedenen Höhen und Neigungen so, dass es in der Aufsicht als Fortführung der Landschaft wahrgenommen wird und innenräumlich den unterschiedlichen Nutzungen entsprechende Raumqualitäten zuweist. Das KiTa-Gebäude erhält eine einheitliche Fassade aus Faserzementplatten, aus dem der Altbau mit einem differenzierten Fugenbild kubisch hervortritt. Ein durchlaufendes Band aus dezent abgestuften grünen Tafeln im Wechsel mit den Fenstern thematisiert das Umwicklungsmotiv des Anbaus.

Den Kindern stehen drei großzügige Gruppenräume, zwei Spielflure, ein Matschraum, ein Kuschelraum, drei Schlafräume und ein neu gestalteter Garten mit zentral angeordneter Sandkiste zur Verfügung. Im Obergeschoss des Bestandsbaus sind die Büros und der Aufenthaltsbereich für die Erzieherinnen untergebracht. Das Untergeschoss dient als Lager und für die Technikräume. Die Deckenuntersicht ist in allen Aufenthaltsräumen – außer in den Schlafräumen – mit Holzwolle-Akustikplatten belegt. Sie ermöglichen eine minimierte Nachhallzeit, die in Räumen mit generell hohem Lärmpegel gefordert ist. In der KiTa Planckton ist die verbesserte Sprachverständlichkeit der Kinder mit unterschiedlichen Nationalitäten besonders wichtig. Zudem ist mit den Holzwolle-Akustikplatten die Ausbildung einer F30 Decke in Teilbereichen möglich. Um den Eindruck des flächigen Deckenbildes zu verstärken, folgen die Deckenleuchten als Anbauleuchten den unterschiedlichen Neigungen an den Knicklinien.   

Das Materialkonzept beinhaltet für die Innenräume neutrale Wände, die den Nutzern größtmögliche gestalterische Freiheit ermöglichen. Begrenzt sind die hellen Wandflächen von einem grün-grauen Bodenbelag sowie der rosa Deckenuntersicht. Die Farbwahl fiel auf Rosa, da ein warmer Farbton die behütete Atmosphäre in den geschützt gestalteten Räumen unterstreicht. Aus demselben Grund wurde ein heller, nicht zu kräftiger Farbton gewählt. Das Rosa geht mit dem Grün des Außenbereiches und dem Blau des Himmels eine harmonische Symbiose ein. Zudem unterstützt die Farbe die leicht inhomogene und dennoch artifizielle Wirkung der Holzwolle-Akustikplatten.   

www.dannien-roller-architekten-partner.de

Architekten: Architekten + Partner Dannien Roller www.dannien-roller-architekten-partner.de... mehr

Architekten:

Architekten + Partner Dannien Roller
www.dannien-roller-architekten-partner.de

Fotos:

Dietmar Strauß