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Imposante Szenerie

Einfamilienhaus mit Möglichkeiten zur Öffnung und zum Rückzug

Sanft modellierte Hänge mit Streuobstwiesen schieben sich vor die schroff aufsteigenden... mehr

Sanft modellierte Hänge mit Streuobstwiesen schieben sich vor die schroff aufsteigenden Albhochflächen. Wie eingestreut wirken die spitzen Kegel erloschener Vulkane zwischen den kleinen Dörfern. Diese beeindruckende Landschaft und die dichte Bebauung innerhalb des Neubaugebietes waren wesentliche Eckpunkte für den Entwurf des neuen Zuhauses für eine vierköpfige Familie.

Die Erfahrbarkeit der prägenden Landschaftselemente innerhalb des Wohnhauses und die Reduzierung der Einblicke ziehen sich als Thema durch alle Bereiche. So öffnen sich die Innenräume mit Ausblicken auf die Landmarken Burg Teck, Breitenstein, Limburg und auf die direkt an das 560 m² große Grundstück anschließenden Obstwiesen am Rande des Neubaugebiets. Der Wohnbereich im Obergeschoss öffnet sich mit der vorgelagerten Dachterrasse dem Albtrauf, während die massive Brüstung direkte Einblicke von der Straße aus verhindert. Ein zweigeschossiger Luftraum über dem Essplatz verbindet die beiden Wohnbereiche im Erd- und Obergeschoss optisch; unterstützt durch die Leichtigkeit vermittelnde Holztreppe, die auf Setzstufen verzichtet und damit lichtdurchlässig wird. Raumhohe Schiebetüren ermöglichen einen beinahe nahtlosen Übergang zur vorgelagerten und überdachten Terrasse. Als Sichtfilter für den Essplatz im Inneren fungiert eine durch die fortgeführte Terrassenbrüstung definierte Zone mit hoher Bepflanzung. An der Nordseite des Obergeschosses verbindet eine Raumflucht die Bereiche Schlafen, Ankleiden, Bad mit Saune und Fitness auf der Terrasse. Geschickt leitet diese Sichtachse den Blick vorbei am Nachbargebäude auf die Limburg.

Die Garage ist in das Gebäudevolumen integriert und erweitert den Baukörper optisch über die Baugrenze hinaus. Sie ermöglicht die Fortführung des liegenden Volumens aus der Balkonbrüstung. Eine vertikale Achse akzentuiert den Zugang zum Haus neben der Garage. Auf eine Unterkellerung wurde aufgrund des felsigen Untergrunds und hoch stehendem Grundwassers verzichtet. Um dennoch ausreichend Stauraum für die Familie zu schaffen, sind einzelne Kammern geschickt im Grundriss verteilt, ergänzt durch eingebaute Wandschränke.

Das energetische Konzept des KfW-Effizienzhauses 70 beinhaltet eine Wärmepumpe, die die Geologie des vormals vulkanischen Untergrunds mittels zweier Tiefenbohrungen von knapp 100 m nutzt. Dazu kommt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle.

www.architekt-haeussler.de

Architekten: Ralf P. Häussler www.architekt-haeussler.de Fotos: Christina Kratzenberg mehr

Architekten:

Ralf P. Häussler
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Fotos:

Christina Kratzenberg