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Gedreht passt’s

Neubau einer flexibel nutzbaren Kindertagesstätte auf einem Hanggrundstück

Auf maximal zwei Geschossen sollte sich die Kindertagesstätte der Pforzheimer Bau und Grund für... mehr

Auf maximal zwei Geschossen sollte sich die Kindertagesstätte der Pforzheimer Bau und Grund für sechs Gruppen ausdehnen. Angesichts des Grundstücks auf einem stark geneigten Südhang mit einem Höhenunterschied von rund 11 m eine wahre Herausforderung. Weiterhin forderte die Wettbewerbsausschreibung, alle Gruppenräume mit dem Außengelände zu verbinden und das Gebäude als deutlich erkennbare Adresse im Straßenraum zu gestalten.  

Der Siegerentwurf des Wettbewerbs von Freivogel Mayer Architekten schiebt sich als zweiteiliger, klar umrissener Baukörper in den Hang. Die eher steinern wirkende Betonwerksteinfassade kontrastiert auf angenehme Weise mit dem lebendigen Grün des Außenraums. Das Obergeschoss sitzt um 90 Grad gedreht auf dem Erdgeschoss und überdacht die nach Süden zur Straße hin verglaste Fassade sowie die vorgelagerte Anlage aus Treppe und Rampe. Von hier aus gelangt man in die Halle mit dem Mehrzweckbereich, der Küche und diversen Nebenräumen. Diese Bereiche sind nicht nur für den Betrieb der Kindertagesstätte vorgesehen, sondern werden außerhalb der Öffnungszeiten auch von Bewohnern des Quartiers genutzt. Im Gebäudeinneren finden sich vorwiegend helle Materialien und dezente Farbigkeit in Weiß, Grün und hellem Grau.

Eine einläufige Treppe erschließt das Obergeschoss mit den sechs Gruppenräumen für die unter und über dreijährigen Kinder. Alle Gruppenräume orientieren sich zu den eben zugänglichen Freibereichen an der West- und Ostseite des Gebäudes, die im Zuge der Baumaßnahme zu terrassierende Gelände integriert werden konnten. Die überdachte Vorzone in Form eines Rahmens um das Obergeschoss schafft einen sanften Übergang zwischen innen und außen. Zwischen den Gruppenbereichen ergab sich durch die Orientierung der Räume eine durchgängig offene Flur- und Spielzone im Zentrum des Hauses. Das Panoramafenster Richtung Süden und der verglaste Hof auf der Nordseite ermöglichen gemeinsam mit dem Oberlicht hier eine gute natürliche Belichtung und vielfältige Bezüge zur Umgebung mit Wohnbebauung, Schrebergärten und einem Gymnasium innerhalb eines Grünzugs.

Besonderheit des Tragwerks im oberen Geschoss ist die durchgängige Skelettbauweise ohne tragende Innenwände. Falls in diesem Stadtteil eines Tages kein Bedarf mehr für eine Kindertagesstätte bestehen sollte, lassen sich die beiden Geschosse ohne große Eingriffe in die Bausubstanz anderweitig nutzen. Beispielsweise als Jugendbegegnungsstätte, als Erweiterung des benachbarten Gymnasiums oder für Angebote an ältere Menschen.

www.freivogelmayer.de
www.pforzheimer.de

Architekten: Freivogel Mayer Architekten www.freivogelmayer.de Fotos: Dietmar Strauß... mehr

Architekten:

Freivogel Mayer Architekten
www.freivogelmayer.de

Fotos:

Dietmar Strauß
www.dietmar-strauss.de