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Ganz schön cubenreich

Versetzte Wohnebenen bieten spannende Blickbeziehungen

Auf einem kleinen Grundstück sollte der Architekt Markus Mucha ein Haus für eine junge Familie... mehr

Auf einem kleinen Grundstück sollte der Architekt Markus Mucha ein Haus für eine junge Familie verwirklichen. Dabei stellten sich die Auftraggeber ein Eigenheim vor, das vor allem durch minimalistisches Design besticht. Zugleich war ein offenes Wohnen gewünscht – mit ineinander fließenden Räumen und maximalen Möbeleinbauten. „Neben diesen Erwartungen war es den Grundstückbesitzern wichtig, dass sich alle Wohnräume nach Westen orientieren, da dies die einzige Seite war, die unverbaut ist und somit einen freien Blick in die Landschaft bietet“, erzählt der Architekt. Alle anderen Seiten sind von einer dichten Nachbarbebauung umgeben, von der es sich mit möglichst geschlossenen Fassaden abzugrenzen galt.

„Der Entwurf entstand durch ein Spiel mit Ebenen und Volumen, die durch eine zentrale Treppe sowie durch interessante Blickbeziehungen verknüpft wurden. Dabei spielten die Ausblicke in die Landschaft natürlich eine ebenso große Rolle“, beschreibt Mucha die Leitidee für seinen Entwurf. Durch die Konzeption unterschiedlich hoher Räume entstand im Innern des Gebäudes eine Split-Level Situation. Eine architektonische Besonderheit dieses Eigenheims, die auch von außen durch unterschiedliche Höhen der einzelnen Gebäudeteile ablesbar ist. „Das Gebäude wurde aus mehreren, sich überlagernden Cuben entwickelt. Dabei entstand das Charakteristische der Fassade durch den Wechsel von geschlossenen Flächen und den Verglasungen über Eck“, so Mucha. Die zueinander versetzten Wohnebenen bieten den Bewohnern ein Raumerlebnis mit spannungsreichen Blickbeziehungen, da alle Räume in diesem kompakten Haus eng miteinander verknüpft sind.
Weil der „öffentlichere“ Bereich im Erdgeschoss schlicht und robust gestaltet werden sollte, wählten Eigentümer und Architekt für diesen Bereich einen grauen, mineralischen Bodenbelag, der mit Sichtbeton an den Wänden kombiniert wurde. Ganz anders sieht es im privateren Bereich auf den oberen Ebenen aus. Hier prägen ein Dielenboden aus Eichenholz sowie cremefarbene, helle Putzoberflächen den Charakter der Räume.

Die Planungszeit für diesen Neubau umfasste fünf Monate, während die Bauzeit noch einmal elf Monate in Anspruch nahm. Fertiggestellt wurde das Eigenheim mit einer Wohnfläche von ca. 230 m² im Jahr 2010.

www.markusmucha.de

Architektur: Markus Mucha www.markusmucha.de Fotos: Martin Flores Garcia mehr

Architektur:

Markus Mucha
www.markusmucha.de

Fotos:

Martin Flores Garcia