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Frischer Wind auf der Halbhöhe

Neubau oder Sanierung?

Wenn sich die Frage stellt, ob ein Bestandsgebäude saniert oder umgebaut werden soll, muss ein... mehr

Wenn sich die Frage stellt, ob ein Bestandsgebäude saniert oder umgebaut werden soll, muss ein Architekt immer sehr genau abwägen, ob sich dies aus wirtschaftlicher und ökologischer Perspektive lohnt. Auch ein Blick in den Bebauungsplan, der die Art und Weise der baulichen Nutzung zeigt, lässt wichtige Rückschlüsse auf die Bebauung zu. Dieses Projekt von Danner Yildiz Architekten für einen privaten Bauherrn, konnten die Planer zugunsten einer Bestandssanierung anstatt eines Totalabbruchs und Neubaus entscheiden. Trotzdem vermuten viele, die dieses Gebäude betrachten, dass es sich hier aufgrund der neu anmutenden Kubatur und der spannend eingesetzten Materialen um einen Neubau handelt.

Der modernisierte Altbau K35 steht am Straßenende eines Wohngebietes in der Stuttgarter Halbhöhenlage, das direkt an einer für die Kessellage notwendigen Frischluftschneise grenzt. Man hat von dort einen unverbauten Blick auf das Stadtpanorama und den Fernsehturm mit einer besonderen Qualität. Die Architekten Danner Yildiz haben deshalb im Rahmen der baurechtlichen Auflagen eines geneigten Daches das Dachgeschoss zum Tal hin geöffnet und vollverglast, während sie entlang der Straßenabwicklung, passend zu der Nachbarbebauung eine geschlossene Dachschräge ausgeführt haben. Das Dach selbst ist mit einer zweiten Haut aus Lamellen versehen, die diesen Teil des Gebäudes optisch von dem darunterliegenden Hauptkörper absetzt und ihm damit eine kubische Klarheit gibt. Die horizontal übereinander angeordneten Lamellen vor der schwarzen Dachhaut geben dem Dach eine etwas futuristische Anmutung im Kontrast zu den sonst vorhandenen Dachziegeln in der Umgebung. Im Dachaufbau befindet sich ein offener, lichtdurchflutender Wohn-, Koch- und Essbereich mit einer großzügigen, vorgelagerten Dachterrasse, während im ersten Obergeschoss ein Bad, ein WC und ein Kinder- und Elternzimmer modernisiert wurden.

Das Erdgeschoss ist grafisch betont, indem der Eingangsbereich wie ein Einschnitt in den Baukörper eingeschoben ist. Hier befindet sich der Eingangsbereich sowie eine kleine separate 3-Zimmer Wohnung. Brüstung und Gartenmauer stellen eine Verzahnung mit den landschaftsarchitektonischen Elementen dar. Im Untergeschoss sind die Technik- sowie Abstellräume und ein kleines Atelier platziert. Von hier aus tritt man in den Garten. Die Fensteröffnungen der Wohn- und Schlafräume wurden zu bodentiefen, größeren Verglasungen geöffnet, sodass die schöne Aussicht nun auch in den Vollgeschossen erlebbar ist. Die äußere, vorrangig weiße und sehr klare Formensprache setzt sich auch im Inneren in den Wohnungen fort.

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Architekten: Danner Yildiz Architekten www.dy-architekten.de Fotos: Dominik Hatt mehr

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Danner Yildiz Architekten
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Dominik Hatt