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Es ist angerichtet!

Neue Mensa in klarer Architektursprache als Teil eines Schulzentrums

Nach gewonnenem Wettbewerb plante das Architekturbüro BFK Architekten den Neubau einer Mensa mit... mehr

Nach gewonnenem Wettbewerb plante das Architekturbüro BFK Architekten den Neubau einer Mensa mit einer Gesamtnutzfläche von ca. 563 m² am nördlichen Rand des Schulzentrums in Korntal-Münchingen. Der eingeschossige und kubische Baukörper ergänzt das campusartige Gebäudeensemble und spannt einen Platz zwischen der Flattichschule, dem Jugendtreff Münchingen und dem Musikvereinshaus auf. Mit ihrer Klinkerfassade stellt die geradlinige und moderne Architektur den direkten Bezug zu den umliegenden Bestandsgebäuden her. Der Neubau folgt einer jahrelang provisorisch als Mensa genutzten Halle und wird in der Kernzeit vor allem von Kindern im Hort genutzt, die teilweise bis 17 Uhr in der Schule sind und ein warmes Mittagessen brauchen. Rund 360 Mahlzeiten können pro Tag in der Küche der neuen Mensa zubereitet werden und der Speiseraum bietet 160 Schülern Platz.

Im Grundriss orientiert sich der Funktionsbereich mit Nebenräumen und Küche nach Norden, der Aufenthaltsbereich mit Speise- und Mehrzweckraum nach Süden. Verbunden sind beide Bereiche über eine Erschließungsachse, die aus dem Eingangsbereich, der Flurzone und der anschließenden Essensausgabe besteht. Eine mobile Trennwand im Mehrzweckraum ermöglicht unterschiedliche Nutzungen und anpassungsfähige Raumgrößen. Diese Flexibilität ist besonders in den Abendstunden hilfreich, da sowohl der Funktions- als auch der Aufenthaltsbereich für weitere schulische oder auch außerschulische Veranstaltungen genutzt werden können.

Mit den beiden großzügig verglasten Innenräumen orientiert sich der Bau zum „Campusplatz“ und zum Eingangsbereich des Areals. Die mit reichlich Tageslicht versorgten Mensaräume sind geprägt von der Holzoberfläche der Lignaturdecken. Der warme natürliche Farbton und die guten akustischen Eigenschaften der Decke erzeugen eine hohe Aufenthaltsqualität. Als kontrastierendes Element zur Natürlichkeit ausstrahlenden Decke wirkt die Sichtbetonwand, die den Aufenthaltsbereich von den Nebenräumen trennt. Die Wände werden mit reduzierten Mitteln zum architektonischen Gestaltungselement: Die Schalung ist zoniert in Brettschichtschalung im unteren Bereich und glatter Schalung oberhalb der Türstürze. So wurde mit einem einfachen Kniff für ein aufgelockertes Erscheinungsbild gesorgt. Auch die Farbwahl trägt dazu bei, dass ein lockeres und schwungvolles Gesamtbild entsteht. Da Gelb ja bekanntlich die Kommunikation und das gesellige Beisammensein fördert, bildet ein fröhlich-gelber Bodenbelag die Basis für die ebenso farbenfrohe Bestuhlung.

www.bfk-architekten.de


Fotos:

Dietmar Strauß
www.dietmar-strauss.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 02|20)

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