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Zukunftsfähig

Standortkonzentration des Umweltservice Bochum

Auf Standortkonzentration setzte der städtische Entsorgungs- und Reinigungsbetrieb der Stadt... mehr

Auf Standortkonzentration setzte der städtische Entsorgungs- und Reinigungsbetrieb der Stadt Bochum, die Umweltservice Bochum GmbH (USB): Die bisher auf drei Standorte in der Stadt verteilte Abteilung „Stadtreinigung und Winterdienst“ sollte an den Hauptstandort des Unternehmens an der Hanielstraße angegliedert werden. TOR 5 Architekten begleiteten diese Standortkonzentration von 2007 - 2010 und waren gesamtverantwortlich für Konzept, Entwurf, Planung und Bauleitung der Hochbau- und Ausbaumaßnahmen.

Das energetische Konzept und die Sanierungsmaßnahmen umfassten den gesamten ca. 40.000 m² großen Betriebshof mit allen Verwaltungsgebäuden, Werkstätten, Fahrzeug- und Lagerhallen. Im Rahmen dieser Baumaßnahmen entstanden dort zusätzliche Fahrzeughallen und eine neue Salzlagerhalle für den Winterdienst sowie etwa 1.000 m² zusätzliche Büro- und Sozialflächen im zentralen Betriebsgebäude des Umweltservice Bochum. Das hier vorgestellte als Sozialgebäude genutzte Haus (Büros, Betriebskantine, Umkleiden, Waschräume und Duschen für ca. 450 Mitarbeiter) erhielt im Zuge der Sanierung ein zusätzliches Geschoss mit einer Ausladung von 15 Metern, welches als Stahl-Fachwerk- Konstruktion ausgeführt und mit Micropfählen im Baugrund rückverankert wurde. Nun überdacht es die betriebseigene Tankstelle. Um die Erschließung für die zukünftige Abteilung im 2. Obergeschoss zu gewährleisten, wurde am nördlichen Gebäudeabschluss ein neues Fluchttreppenhaus in die vorhandene Gebäudestruktur eingefügt.

Die Umweltservice Bochum GmbH setzt mit ihrem Umbau auch ein Zeichen in Richtung Zukunft und Umweltschutz. Von höchster Priorität war die Erneuerung der gesamten technischen Gebäudeausrüstung der Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallationen mit energieeinsparenden Maßnahmen wie zum Beispiel das Aufstellen von Solarkollektoren zur Unterstützung der Warmwasserbereitung auf dem Dach.

Zwei verschiedene Fassadensysteme, bestehend aus WDVS (Steinlamellen) einerseits und vorgehängten Trägerplatten andererseits, bilden die neue Haut des Gebäudes. Farbige, in einem grünen Dreiklang (mit der Corporate Identity des Umweltservice Bochum korrespondierend) gestaltete Glas-Keramik-Tafeln binden die unterschiedlichen Fassadenteile zusammen und liegen wie eine Intarsie in der Fläche. Sie bilden so, zusammen mit den flächenbündigen Fensterkonstruktionen, das neue Bild des Umweltservice Bochum.
Für die massiven bestehenden Außenwandbauteile im ersten Obergeschoss und im Erdgeschoss aus Stahlbeton und nichttragendem Mauerwerk war ein schwarz eingefärbter und gestrichener Putz auf einem Wärmedämmverbundsystem die wirtschaftlichere Lösung. „Die Firma STO als Ausführungspartner konnte diese unterschiedlichen Anforderungen an eine Fassade mithilfe ihrer Systeme ThermClassic, Ventec und Verotec erfüllen. Dies ermöglichte die notwendige Überformung und ganzheitliche Neuausrichtung der alten und neuen Konstruktionsarten also Stahlbeton- und Mauerwerksbau im Bestand und Stahlbau als Erweiterung.“

„Für die Aufstockung als Stahlbaukonstruktion mit gelochten und außenseitig gedämmten Trapezblechprofilen als Sekundärkonstruktion für die Außenwand kam nur ein vorgehängtes Fassadensystem infrage. Dieses wurde aufgrund der mangelnden Tragfähigkeit der bestehenden Mauerwerkssubstanz an der neuen Primärkonstruktion der Aufstockung über Trägerprofile abgehängt“, so Herfried Langer von Tor 5 Architekten. Das 1999 gegründete Bochumer Architekturbüro beschäftigt sich mit Wohnungs- und Industriebau sowie mit alter Bausubstanz von der Industrie­brache bis zum Baudenkmal.

www.tor5.de

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Guido Erbring
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