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Wohnen am Wasser

Der genossenschaftliche Lippewohnpark in Lünen ist grün und zentrumsnah

Das Gelände an der Konrad-Adenauer-Straße in Lünen ist ein ehemaliger Kraftwerksstandort. Nach... mehr

Das Gelände an der Konrad-Adenauer-Straße in Lünen ist ein ehemaliger Kraftwerksstandort. Nach Demontage und Abriss der vorhandenen Bebauung sowie umfangreicher Bodensanierung war das Areal ungenutzt. Die Wohnungsbaugenossenschaft Lünen und der Bauverein zu Lünen haben dort gemeinsam in attraktiver Lage am Flusspark der Lippe ein innenstadtnahes, hochwertiges Wohnquartier mit insgesamt 82 Wohnungen in acht Gebäuden und 123 Pkw-Stellplätzen sowie einem Kinderspielplatz errichtet. Der Entwurf für den Lippewohnpark stammt von Tchoban Voss Architekten. Die sechs Häuser entlang des Lippe-Hochufers sind als Stadtvillen gestaltet, fünf- bis sechsgeschossig auf einem quadratischen Grundriss und mit gestaffelten Obergeschossen. In jedem dieser Gebäude befinden sich neun Wohneinheiten. Die beiden im nördlichen Teil des Grundstücks gelegenen Gebäude sind als Solitäre mit jeweils fünf Geschossen ausgebildet.

In allen Hauseingängen und Treppenhäusern befindet sich auch ein Aufzug, um die Wohngeschosse barrierefrei zu erreichen. Die Abstell- und Technikräume sind jeweils den einzelnen Häusern im Basis- bzw. Untergeschoss zugeordnet. Die Fahrradräume werden über die Garagen erschlossen. Zusätzlich gibt es Fahrradstellplätze für Besucher im Eingangsbereich der Häuser. Die begrünten Dächer der Garagen wurden teilweise als Terrassen ausgebaut. Alle Wohnungen sind barrierearm geplant und verfügen über einen Balkon oder eine Dachterrasse.

Die Wohnfläche der Zwei- bis Dreizimmerwohnungen liegt zwischen 55 und 115 m², wobei überwiegend Dreizimmerwohnungen entstanden sind. Lärmschutzmaßnahmen entlang der Konrad-Adenauer-Straße gewährleisten den Immissionsschutz der erdgeschossigen Wohnbereiche.

Die Fenster sind größtenteils bodentief mit Glasbrüstungen ausgeführt. Küchen und Bäder erhielten teilweise feststehende Brüstungsfelder. Alle Außenwände zeigen ein Verblendstein-Mauerwerk in einheitlich hellen Farbtönen im Spektrum weiß, grau und sandfarben. Die Hauseingänge wurden eingezogen ausgeführt. Farbige Fassadensysteme akzentuieren diese Bereiche zusätzlich. In den Wandscheiben sind Klingelanlagen und Briefkästen integriert. Auf den baulichen Schallschutz der Wohnungen wurde besonderer Wert gelegt. Die Gebäude sind im energetischen Standard KfW-Effizienzhaus 55 errichtet. Die Wärmeversorgung des gesamten Quartiers erfolgt durch Fernwärme. Die Gestaltung der Außenanlagen, zahlreiche Baumpflanzungen sowie die Begrünung der Garagengeschosse und der Tiefgarage mit Rasen, Gräsern, Stauden und Sträuchern trägt dem Entwurfsgedanken eines Wohnparks Rechnung.

www.tchobanvoss.de


Fotos:

Hans Jürgen Landes
www.landesfoto.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 02|20)

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