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Respektvoll modernisiert

Die Volksbank Rhein-Ruhr bietet eine zukunftsfähige Arbeitswelt im Duisburger Innenhafen

Es braucht nicht immer einen Neubau, um architektonisch wie funktional eine zukunftsfähige... mehr

Es braucht nicht immer einen Neubau, um architektonisch wie funktional eine zukunftsfähige Arbeitswelt zu schaffen. Die Modernisierung der ehemaligen alltours-Zentrale im Duisburger Innenhafen ist ein nachhaltiges Beispiel dafür. Das Planungsbüro aib brachte den einst vom renommierten Hamburger Architekturbüro gmp von Gerkan Marg und Partner gestalteten Backsteinbau für die Volksbank Rhein-Ruhr auf den neuesten Stand der Technik. Nicht nur der Arbeitskomfort konnte dabei wesentlich gesteigert werden. Auch die ursprüngliche Qualität der Architektur wurde von aib wieder offengelegt. Passend zu den umliegenden Speichern und Hallen führte gmp seinerzeit die Fassaden des Komplexes aus zwei miteinander verbundenen Gebäuderiegeln in Backstein aus. Verbindendes Element ist eine zentrale Halle, die als großzügiges Atrium gestaltet wurde. Mit ihrer filigranen Stahl-Glas-Konstruktion bildet sie einen schönen Kontrast zur soliden Ziegelarchitektur. Der respektvolle Umgang mit dem ursprünglichen Entwurf war für das Duisburger Architektur- und Ingenieurbüro aib im Modernisierungsprozess leitend. Mit der Neugestaltung der Innenräume konnte der Arbeitskomfort deutlich gesteigert werden. Um die großzügige Verglasung der Büros zu erhalten, wurden neue Akustik-Kühldecken installiert. Diese sorgen dafür, dass die Arbeitsbereiche im Sommer nicht überhitzen. Zudem beinhalten die neuen Kühldecken abgependelte LED-Leuchten für eine angenehme direkte und indirekte Beleuchtung der Räume und Arbeitsplätze. Um die technische Ausstattung heutigen Anforderungen anzupassen, wurde die IT-Infrastruktur auf CAT7-Standard angehoben. Auch für die zentrale Halle aus Stahl und Glas konnten die Planer die ehemalige Raumqualität zurückgewinnen. Ausgehend von der eigentlichen Entwurfsidee eines „überdachten Außenraums“ gelang es, die Bezüge zur Umgebung und zu den flankierenden Gebäuderiegeln neu erlebbar zu machen. Der üppige Bewuchs mit Pflanzen, der zuvor die Sichtachsen versperrte, wurde dafür deutlich reduziert. Ein besonderer gestalterischer Kniff war die Übertragung des Fassadenrasters auf die neue Bodengestaltung, wodurch der stimmige Gesamteindruck noch verstärkt werden konnte. Holz, helle Betonwände und Natursteinböden prägen die freundliche und lichte Atmosphäre der Halle, die nun wieder als Raum für Begegnung und Veranstaltungen genutzt wird. Zur neuen Arbeitsumgebung gehören auch Räume zur Entspannung und zum informellen Austausch. Der Bestand wurde hierfür mit zusätzlichen Angeboten optimiert: Eine Dachterrasse sowie weitere Aufenthaltsbereiche stehen den Mitarbeitern zur Verfügung. Ein Fitnessraum sorgt außerdem für einen Ausgleich zur Schreibtischarbeit. Mit vielfältigen Bezügen zum Innenhafen entstand so eine zukunftsfähige Arbeitswelt, die gleichzeitig zeigt, wie sich vorhandene Architektur mit Respekt vor deren ursprünglichen Qualitäten weiternutzen lässt.

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Innenarchitekten: aib www.aibonline.de Fotos: aib/Studio Wiegand mehr

Innenarchitekten:

aib
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Fotos:

aib/Studio Wiegand