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Optimal versorgt

Neues Bettenhaus des Universitätsklinikums Essen

Für eine optimale Patientenversorgung braucht es auch optimale bauliche Strukturen. Mit einem... mehr
Für eine optimale Patientenversorgung braucht es auch optimale bauliche Strukturen. Mit einem hochmodernen Ambulanzgebäude, einer neuen onkologischen Intensivstation, dem medizinischen Zentrum und dem der neuen Klinik „Westdeutsches Tumorzentrum (WTZ) – Stationen“ sind die baulichen Erneuerungen für den Schwerpunkt Onkologie am Uniklinikum perfekt. Das WTZ ist ein hochmodernes Stationsgebäude, das bis zu 146 Patienten Platz bietet. Entworfen und gebaut wurde es vom Essener Architekturbüro Nattler Architekten.

Der Neubau des Stationshauses für die Patienten der Klinik für Hämatologie und der Inneren Klinik (Tumorforschung) steht mitten im Areal der Universitätsklinik Essen und ist mit zwei Nachbargebäuden verbunden. Auf rund 5.700 m2 sind vier Pflegestationen, eine Palliativstation, eine hochinnovative Waschanlage für Betten und Beistellschränke und eine Wäscheausgabe für Berufskleidung untergebracht. Bislang waren die Stationen der Kliniken auf verschiedene ältere Gebäude verteilt. Mit dem Neubau wurden in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gebäuden wie der Strahlen- und Knochenmarkstrans­plan­ta­tionsklinik Strukturen geschaffen, die eine effi­zientere Organisation, funktionalere Abläu­fe und Synergieeffekte in der onkologischen Patien­tenversorgung ermöglichen.

Klare Volumenkonturen verleihen dem Neubau ein ruhiges Gesicht. Ein Sichtbeton Sockel und Faserzementplatten in liegenden Formaten gliedern im Zusammenspiel mit horizontalen Fensterbändern die Fassade. Leicht zueinander versetzte farbige Paneele lockern die Reihung der Aluminium-Fensterbänder auf. „Zusammen mit den niedrigen Glasbrüstungen, die auch im Bett liegenden Patienten den Ausblick in die Umgebung ermöglichen, entsteht eine positive Grundstimmung“, so Heinz Hecht, Geschäftsführer von Nattler Architekten. Modern und freundlich sind die Räume auch im Inneren gestaltet, um für die schwerkranken und betreuungsbedürftigen Pa­tienten eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. Platz für die mitmenschliche Begleitung charakterisiert das Gebäude insgesamt. Zum Verweilen lädt eine Dachterrasse ein und ein großzügiger Aufenthaltsraum, in dem selbst gekocht werden kann. Besonderes Merkmal ist der Raum der Stille, der nicht nur Gläubigen aller Religionen zur Verfügung steht.

Das WTZ Bettenhaus ist als energetisch vorteilhafter kompakter Baukörper mit minimierter Hüllfläche konzipiert. Trotz großer Gebäudetiefe sind nahezu alle Räume durch die beiden Innenhöfe natürlich belichtet und belüftet. Die unterschiedlichen Anlagen des Gebäudes wie Lüftung, Kühlung, Sonnenschutz, Fenster, Heizung und Kunstlicht werden aufeinander abgestimmt betrieben. Ein gesamtheitliches Steuer- und Regelungskonzept definiert dabei die Interaktion der verschiedenen Anlagen in Abhängigkeit der Wetter- und Raumklimaverhältnisse. „Mit dem Gebäude WTZ-Stationen beginnt für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter des Universitäts­klinikums eine neue Zeitrechnung. Der Fortschritt ist einzigartig“, so der Ärztliche Direktor Prof. Dr. mult. Eckhard Nagel.

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