Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Kreative Lösung

S-förmig angelegter Anbau erweitert Doppelhaushälfte

Neue Ansprüche, „passendes Haus-Facelifting“: Nachdem die Familie 15 Jahre lang in der... mehr

Neue Ansprüche, „passendes Haus-Facelifting“: Nachdem die Familie 15 Jahre lang in der Doppelhaushälfte in einem beliebten Wohnort im Essener Süden gewohnt hatte, war der Wunsch nach Veränderungen hinsichtlich der Wohnsituation da. Zugleich war klar, dass dem Gebäude aus dem Jahr 1930 auch eine Kernsanierung guttun würde. Ein guter Zeitpunkt also, um das Haus ganz neu zu planen und gartenseitig einen Anbau zu errichten.

Doch der ursprüngliche Gedanke, einen Anbau vom Keller bis zum Erdgeschoss über die gesamte Breite der Doppelhaushälfte zu erstellen, musste fallen gelassen werden. So gab es zum einen planungsrechtliche Bedenken über die seitliche Höhe des neuen Anbaus zum Nachbarn. Zum anderen war eine Verglasung zum westlichen Nachbarn schwierig, da das Baurecht hier aufgrund von vorhandenen, sehr geringen Abstandflächen eine F90 Verglasung verlangte.

Also wurde infolge dieser Rahmenbedingungen die Idee ausgearbeitet, eine in der Ansicht „S-förmige“ massive Linie zu entwickeln. Diese beginnt vom Garten aus betrachtet rechts unten, führt in Kellergeschosshöhe nach oben, knickt nach links über die gesamte Breite ab, wandert dann wieder über das Erdgeschoss nach oben weiter und läuft zum Schluss in der Dachfläche wieder nach rechts über die Hälfte der Gesamtbreite zurück.

Alle übrigen Flächen wurden raumhoch in Glasflächen, die in Teilen geöffnet werden können, ausgebildet. Der bestehende kleine Windfang verlor sein Pultdach, bekam stattdessen ein Flachdach und bietet nach einer Erweiterung heute Platz für ein Gäste-WC. Der neu entstandene Kellerraum ist zu allen Seiten verglast und beherbergt ein Heimkino, das mit verdeckter Verdunkelungsanlage und einer in die Decke versenkbaren Projektionsfläche sowie einem Beamer ausgestattet ist.

Um dem Wunsch des Bauherrn nach einer maximalen Öffnung der Räume im Erdgeschoss gerecht zu werden, wurden alle bestehenden Mauern durch verkleidete Stahlträger und Pfeiler ersetzt. Dabei fungiert der Stützpfeiler, der sich in der Mitte aller Räume befindet, als multifunktionales Möbel, das als Ablage von Büchern, TV oder CDs genutzt werden kann. Die neue Küche mit Kochinsel, einem Kaminofen und neuem Mobiliar unterstreicht auch optisch den Wandel.

Sämtliche Oberflächen der Möbel im Erdgeschoss sind lackweiß oder HPL-weiß beschichtet, während alle Holzoberflächen aus Eiche massiv oder furniert sind und so eine wohnlich-gemütliche Atmosphäre entstehen lassen.

www.ekkehardschroeer.de

Architekt Ekkehard Schröer www.ekkehardschroeer.de Fotos Peter Stockhausen... mehr

Architekt

Ekkehard Schröer
www.ekkehardschroeer.de

Fotos

Peter Stockhausen
www.peter-stockhausen.de