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In die Zukunft gerettet

In Dortmund-Husen wurde ein Stück westfälische Baukultur erhalten

Für das aus dem Jahr 1878 stammende Fachwerkhaus in Dortmund-Husen, das früher gastronomisch... mehr

Für das aus dem Jahr 1878 stammende Fachwerkhaus in Dortmund-Husen, das früher gastronomisch genutzt wurde und seit vielen Jahren leer stand, war es ein Glücksfall, dass es seinem Besitzer, Alexander König, eine Herzensangelegenheit war, das Gebäude zu erhalten und damit einen weiteren Beitrag zur Wiederherstellung des dörflichen Charakters von Husen zu leisten. Die Dortmunder Architekten Schamp & Schmalöer haben die Revitalisierung geplant und durchgeführt und dabei selbst viel dazugelernt. „Ein so ruinöses Fachwerkhaus zu sanieren, war für uns Neuland und eine riesige Herausforderung. Im Laufe der Arbeiten stellte sich das Projekt als sehr komplex dar, aber wenn ich das Ergebnis betrachte, dann haben sich die Mühen gelohnt, denn das Gebäude ist ein Schmuckstück geworden, in das wieder Leben eingekehrt ist“, so Architekt Martin Kucin, der das Projekt über die zweijährige Umbauphase hinweg begleitete.

Zunächst wurde das denkmalgeschützte Gebäude einer Wärmebehandlung unterzogen, um Holzschädlinge zu bekämpfen sowie die Feuchtigkeit aus Wänden und Balken zu ziehen. Da der alte Backsteinkeller keine Fundamente hatte, mussten die statischen Voraussetzungen für den Wiederaufbau geschaffen werden. Auch eine Entwässerung zur Straßenseite war notwendig, da sich das Höhenniveau der Straße und des Gebäudes im Laufe der Jahrzehnte verändert hat. Hinzu kamen die Auflagen für den Brandschutz. Dabei loben die Architekten ausdrücklich die gute Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Denkmalschutz. Vieles, wie alte Balken sowie zwei historische Fenster, konnte erhalten werden. Letztere sind im jetzigen Café im Erdgeschoss prominent eingebunden als Zeugnis der Vergangenheit. Sie dienten Fensterbauern aus Süddeutschland zudem als Vorlage für die Anfertigung neuer Fenster im Originalstil. Wer genau hinsieht, kann an den erhaltenen Eichenbalken Nummerierungen erkennen, die als Orientierung für die exakte Platzierung im Objekt eingeritzt wurden, sowie verwaschene Spuren von Graffiti an den Feldbrandsteinen. Richard Schmalöer zeigt die neu verfugten Backsteine, die zunächst gelagert und gesäubert sowie um Abbruchziegel im Reichsformat ergänzt wurden. Ein breiter Durchgang seitlich am Gebäude führt an einem für die westfälische Bauart typischen Schiefergiebel vorbei in einen Hof, der vom Café als Terrasse genutzt wird. Hier wird die beim Umbau neu entstandene Architektur sichtbar. Es entstanden kleine Terrassen sowie ein neues Treppenhaus, welches zu einer Büroetage und einer Wohnung im Dachgeschoss führt. Dachgauben erweitern dort das Platzangebot. Auch innen ist das Fachwerk sichtbar, die Gefache wurden teils mit mineralischem Putz versehen, sodass die Wände atmen können. Stimmig dazu wurde ein Bodenbelag aus Eiche gewählt. Der Besprechungsraum der Büroetage, der „Blaue Raum“, zeigt noch zarte Spuren der einstigen Farbgestaltung.  

www.schamp-schmaloeer.de

Fotos:

Hans Jürgen Landes
www.landesfoto.de

(Erschienen in CUBE Ruhregiet 02|22)

Architekten: Schamp & Schmalöer www.schamp-schmaloeer.de Metallbau und Schlosser:... mehr
Architekten:

Schamp & Schmalöer
www.schamp-schmaloeer.de

Metallbau und Schlosser:

Riedel & Söhne
www.metallbau-riedel.de

Holzfensterbauarbeiten:

Antikhaus Historische Fenster
www.antikhaus-historische-fenster.de

Dachdecker:

Dach Design Jörg Zumdick
www.mein-dachdecker-dortmund.de

Zimmermann:

Patzer & Schlegel
www.zimmerei-patzerundschlegel.de

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