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Einleuchtend!

Neubau eines L-Bungalows in Essen

Wie ein Juwel, der in einer Fassung steckt, wirkt der erleuchtete Quader. Er bildet das Zentrum... mehr

Wie ein Juwel, der in einer Fassung steckt, wirkt der erleuchtete Quader. Er bildet das Zentrum eines weitläufigen Hauses, das für eine junge Familie in Essen gebaut wurde. Sobald es dämmert, beginnt er zu strahlen.

Ungewöhnlich für ein Einfamilienhaus. Damit setzt der Entwurf am Ende einer Siedlung aus L-förmigen 60er-Jahre Bungalows einen auffälligen Akzent.

Als die Bauherren das Grundstück mit einem Eck-Bungalow erwarben, schien zunächst klar, dass sie diesen, ihren Vorstellungen entsprechend, umbauen wollten. Mit diesem Wunsch, und durch einen Zeitungsartikel auf das junge Architekturbüro aufmerksam geworden, kamen sie zum ersten Mal zu KenChiku Architektur + Design. Das junge Ehepaar hatte genaue Vorstellungen davon, was das künftige Haus bieten sollte: Viel Raum für die Kinder und für das Thema „Wellness und Erholung“. Doch die Umbaumöglichkeiten waren schon aus statischen Gründen sehr beschränkt. So entschieden sich Bauherren und Architekten nach intensiven Planungen für den Abriss und einen Neubau. „Leitidee dabei war es, dem Haus ein lichtdurchflutetes Zentrum zu geben. Einen hellen Ort der Orientierung und des Miteinanders für die Familie zu schaffen“, erklärt Architekt Holger Gravius. Nach außen weithin sichtbar erstrahlt dieses Zentrum nachts, während der leichte Baukörper tagsüber mit dem Himmel zu verschmelzen scheint: „Dafür haben wir eine vorgehängte, beidseitig satinierte Plexiglas-Fassade mit rückseitiger Beleuchtung entwickelt. Dadurch ist es möglich, die Konturen des Baukörpers aufzulösen, ihn zu entmaterialisieren.“ Durch eine besondere Satinierung der Platten ist es gelungen, den Charakter einer zarten Mehrdeutigkeit zu erzielen.

Auch im Inneren bildet der Quader das Zentrum des Hauses mit einem zweistöckigen Empfang und einem großzügigen Esszimmer mit Aussicht in den Garten. Eine offene Galerie lässt den Blick nach oben wandern. Hier liegt der ganz private Wohnbereich mit Kamin, Bar, großzügiger Süd-Dachterrasse und einem kleinen Büro. Erholung findet man im gemütlichen weißen Sessel auf der Empore mit Blick ins Grüne. Übersichtliche Grundrisse, die eine leichte Orientierung ermöglichen, sind dem Architekturbüro wichtig und man findet sie auch in diesem Neubau: Vom Empfang gelangt man über das Esszimmer nach links in die offene Wohnküche und den Elterntrakt mit Gästezimmer, Schlafzimmer, Elternbad und Sauna mit Gartenblick. Hier kann das Ehepaar seinem Wunsch nach Wellness und Entspannung nachgehen. Rechts neben dem zentralen Esszimmer liegt der Kindertrakt mit eigenem Eingang, zwei Schlafzimmern und einem Kinderbad in der Mitte. Jeder Arm des L-förmigen Gebäudes kann später für sich stehen und durch eine Tür einfach abgetrennt werden, sodass ein Zweigenerationenhaus entsteht.

Das gesamte Haus orientiert sich bewusst zur Garten- bzw. Südseite hin. Entsprechend hoch ist der Glasanteil des Staffelgeschosses nach Süden. Ein weißer Aluminium-Sonnenschutzrahmen mit beweglichen Textilscreens schützt die Fassade vor Überhitzung. Die Straßenseite wird ästhetisch von einem scheinbar schwebenden, auskragenden Sichtbetonvordach und einem über Eck verglasten Empfang geprägt. Bedruckte Schichtstoffplatten in gekälkter Eichenoptik verleihen dem sonst eher monochromen Gebäude im Erdgeschoss Wärme und Farbe. Sie sorgen ebenso für Auflockerung wie verschiedene Rücksprünge, die den Baukörper gliedern und seine Strenge auflösen.

Aufgrund seiner Größe kommt das Haus ohne kostspieligen Keller aus. Stattdessen verfügt es über zwei Lagerrräume und viele praktische Einbauschränke, die sich innenarchitektonisch harmonisch ins Gesamtkonzept einfügen. Eine Wärmepumpe und drei Tiefenbohrungen versorgen das 295 m² große Haus mit ökologischer Energie.

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Fotos

Kerstin Kokoska
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Gewerke
Dachdecker

Senft GmbH
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Elektro

Elektro Greb
www.elektro-greb.de

Heizung/Sanitär

Team Jösten
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Platten Fassade

Malerwerkstätten Heinrich Schmid
www.heinrich-schmid.de

Schreiner

Tischlerei Otto Hollweg
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