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Die Zeichen stehen auf Grün!

Neue AOK Regionaldirektion in Essen

Alle Zeichen stehen auf Grün bei der neuen Regionaldirektion der AOK Rheinland/Hamburg in Essen.... mehr
Alle Zeichen stehen auf Grün bei der neuen Regionaldirektion der AOK Rheinland/Hamburg in Essen. Grün steht für die Krankenkasse AOK, die sich selbst als Gesundheitskasse bezeichnet. Grün ist die Lage des neuen Gebäudes im „Universitätsviertel - grüne mitte Essen“, dem gerade neu entwickelten Innenstadtquartier. Grün ist auch die Farbe, die JSWD Architekten aus Köln als wiederkehrendes Element in den klar strukturierten Baukörper integriert haben - im Sinne einer „Corporate Architecture“, die stets den Kern eines Unternehmens sichtbar nach außen kehrt.

Im Auftrag der Projektgesellschaft EOS (eine Arbeitsgemeinschaft aus Hochtief Projektentwicklung und Bauwens Development) entwarfen JSWD Architekten das neue Bürogebäude für bis zu 560 Mitarbeiter und täglich bis zu 500 Kundenkontakte. Das Projekt erhielt von der „Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen“ (DGNB) die höchste Objektzertifizierung in Gold. Dabei wurden vor allem das energetische Gesamtkonzept, die Wahl umweltverträglicher Baustoffe, der sommerliche Wärmeschutz, die Tageslichtnutzung und die gestalterische Qualität positiv bewertet. Das Gebäude unterschreitet den gesetzlich zulässigen Jahresprimärenergiebedarf um 10 %. Durch den Einsatz von Betonteilaktivierung wird eine Leistung von 40 W/m² erreicht. Das gesamte Gebäude ist barrierefrei geplant und bietet einen hohen Nutzerkomfort für die Mitarbeiter und die Kunden der AOK. Auf dem ca. 7.000 m2 großen Grundstück wurden auf fünf Geschossen fast 15.000 m2 Mietfläche, eine Tiefgarage und oberirdische Parkplätze geschaffen. In den schlichten, klaren Baukörper mit einer Natursteinfassade aus hellem Kalkstein integrierten die Architekten großzügige Fensteröffnungen. „Uns war wichtig, dass dennoch kein Glaspalast entsteht, sondern ein lebenswerter, freundlicher Ort mit einer offenen, angenehmen Anmutung“, erklärt Olaf Drehsen von JSWD Architekten.

So angenehm, wie die Farbe Grün. Im Farbspektrum besitzt sie die kürzeste Wellenlänge und wirkt dadurch beruhigend und positiv auf den Betrachter. Ähnlich einem herzhaften Biss in einen Apfel erhielt daher die Fassadenoberfläche der beiden in die Kubatur eingeschnittenen Gebäudezugänge im Gegenspiel zum sonst verwendeten Naturstein eine andere Farbigkeit und Materialität – grünes Glasmosaik. Die so klar definierten Eingänge auf der Vorder- und der Rückseite des Gebäudes setzen sich damit architektonisch deutlich vom übrigen Baukörper ab und unterstützen gleichzeitig dessen Skulpturalität und Eigenständigkeit. Die beiden Rücksprünge im obersten Geschoss stärken diese Wirkung. Von der Terrasse aus geht der Blick weit in den grünen Park und über die Stadt.

Auch im Inneren des Gebäudes taucht das Grün als Corporate Identity-Farbe immer wieder auf, zum Beispiel beim Interieur und dem Blick durch die großformatigen Oberlichter des Kundenzentrums auf die Bepflanzung des darüberliegenden Innenhofs.

Kundenorientierung und –freundlichkeit war den Auftraggebern ein wichtiges Anliegen. Genauso bedeutend waren aber auch die Wirtschaftlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Neubaus. Durch die gewählte Blockstruktur in Verbindung mit einem vollflächig genutzten Erdgeschoss kann das Gebäude flexibel auf sich ändernde Nutzungsbedingungen reagieren und ermöglicht moderne Büroraumkonzepte. Im Erdgeschoss liegen die öffentlichen Nutzungen wie Kundenzentrum, Foyer und Konferenzbereich. In den Obergeschossen sind die Büros der Mitarbeiter untergebracht, die sich um den luftigen Innenhof gruppieren.

www.jswd-architekten.de
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Architekten

JSWD Architekten
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Fotos

Jens Willebrand
www.willebrand.com
Stefan Schilling
www.stefan-schilling.de
Dirk Matull
www.dirkmatull.com