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Auf der Blumenwiese

Modernes Lernen in der „International School Ruhr“

Kinder aus 20 Nationen werden vom dritten Lebensjahr an seit 2010 in der internationalen,... mehr

Kinder aus 20 Nationen werden vom dritten Lebensjahr an seit 2010 in der internationalen, privaten Ganztagsschule „International School Ruhr“ in der Villa Koppers am Moltkeplatz in Essen unterrichtet. Seit den Sommerferien gibt es einen weiteren Standort am Moltkeplatz 1 für die „Middle School“ – mit einer farbenfrohen Atmosphäre, die den Jugendlichen Lust aufs Lernen machen soll.

Im Jahr 1968 wurde das Gebäude als Bürohaus für die Firma Ludwig „Industrieanlagen für die Stahlindustrie“ errichtet. Seit dem Verkauf der Immobilie haben sich auf den acht Etagen Ingenieure, Steuerberater und andere Dienstleister eingemietet. Erdgeschoss und erstes Obergeschoss mit insgesamt 840 m² gehören nun zur „International School Ruhr“. „Die äußere Gestalt der Immobilie durfte nicht verändert werden. So legten die Auftraggeber viel Wert auf die Farbgebung im Innenraum, damit auch Vorbeigehende und –fahrende neugierig werden“, erklärt Architekt Marcus Fuhren von KBF Architekten.

Die ursprüngliche Nutzung als Bürogebäude machte eine komplette Neuplanung der Räumlichkeiten notwendig. Ein funktionales Konzept, das auf die Bedürfnisse eines Schulbetriebs zugeschnitten ist und der Schulbaurichtlinie entspricht (Rettungsweg, Alarm), musste erstellt werden. „Eine Privatschule hat ein individuelles Lernkonzept in kleinen Gruppen, das einen anderen Raumbedarf fordert“, so Fuhren. Als zentrale Anlaufstelle für die Schülerinnen und Schüler schufen die Architekten einen Loungebereich am Eingang. Er ist Treffpunkt am Morgen und eine kommunikative Anlaufstelle. Von hier aus schließen sich sternförmig die Bibliothek mit Multifunktionsraum, der Naturwissenschaftliche Bereich mit Schülerlabor, eine Mensa mit grüner Küche und die administrativen Räume an. Im ersten Obergeschoss befinden sich drei Klassenräume, das Lehrerzimmer und ein Lernlabor.

Grüntöne, Brauntöne und auffallendes Pink sind die dominierenden Farben in den Stockwerken: „Dahinter steht die Idee, die Farben aus der Natur ins Gebäude zu holen. Als Bild hatten wir dazu eine Blumenwiese im Hinterkopf“, erklärt Fuhren. Das Lernen soll den Schülern in diesem harmonischen Umfeld Freude machen. Gemeinsam mit einem Schreiner entwickelten KBF Architekten individuelle Einbaumöbel für Bibliothek und Küche.

Auch technisch wurde das Gebäude für den Schulbetrieb optimiert: Die Deckenflächen wurden mit einer Akustik-Design-Decke angehängt um eine natürliche Nachhallzeit zu erhalten und gleichzeitig den Geräuschpegel einer Schulklasse zu dämpfen, für das Schülerlabor wurden spezielle mobile Absauganlagen und Gaswarngeräte installiert. Die Lüftungs- und Heizungsanlage wurde speziell umgerüstet, da man aufgrund der Nähe zur Hauptstraße die Fenster nicht öffnen kann. Das macht das Lernklima perfekt.

www.kbf-architekten.de

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Fotos

Peter Stockhausen
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