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Würdevolles Haus

Das neue Pflegeheim Heiliggeiststift in Freiburg

Auf seinem Grundstück Ecke Johanniterstraße/Karlstraße plante die Stiftungsverwaltung Freiburg... mehr

Auf seinem Grundstück Ecke Johanniterstraße/Karlstraße plante die Stiftungsverwaltung Freiburg 2012 den Neubau ihres in die Jahre gekommenen Pflegeheimes sowie den Neubau einer Wohnanlage. Den dafür europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb gewannen Drei Architekten aus Stuttgart, die gemeinsam mit Wolf Sedat Architekten angetreten waren, die die Konzeption einer zusätzlichen Wohnanlage übernehmen sollten, zu der es letztlich leider nicht gekommen ist. Das Pflegeheim hingegen konnte im Wesentlichen, wie im Wettbewerb geplant, beibehalten werden.

Projektleiter Harald Konsek von Drei Architekten und sein Team haben für die Außenhülle hellen, im wilden Verband gemauerten Klinker gewählt, der eine freundliche Ausstrahlung hat. Durch ein Reliefmauerwerk wurde zudem eine Sockelzone geschaffen, die für die umliegenden Gründerzeithäuser typisch ist. Das neue, viergeschossige Haus bietet Platz für fünf Pflegegruppen mit insgesamt 71 Pflegeplätzen im Erdgeschoss sowie im ersten und zweiten Obergeschoss. Im dritten Geschoss befinden sich acht altersgerechte Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern sowie jeweils einer Loggia. Außerdem wurde eine Tiefgarage mit 23 Stellplätzen integriert. Zur besseren Orientierung wurde jedem Geschoss eine Farbe zugeordnet, die sich an Wänden, Schrankeinbauten und Treppenbrüstungen wiederfindet und an der sich auch das Wegeleitsystem im Haus orientiert. Der Baukörper besteht aus zwei gegeneinander verschobenen Häusern, die jeweils die Pflegegruppen aufnehmen. In ihrem Schnittpunkt liegen die von zwei Pflegegruppen gemeinsam genutzten Wohnbereiche. Die Verschiebung der Häuser bildet an der Johanniterstraße einen Eingangshof und auf der Südseite einen geschützten Garten. Ein großer teilbarer Mehrzwecksaal mit Terrasse liegt am Eingangshof und bildet das Herz des Hauses, wo Bewohner und Besucher Kaffee und Kuchen genießen oder Veranstaltungen besuchen können. Die drei Wohnbereiche der Pflegegruppen wurden mit großzügigen, nach Süden in den Garten orientierten Loggien geplant und mit textilen Sonnenschutzmarkisen ausgestattet. Die Pflegezimmer sind ringförmig um zwei Lichthöfe angeordnet, die durch ihre Fenster Tageslicht in die Flure einlassen sowie interessante Ein- und Durchblicke erlauben. An den Innenhöfen befinden sich die Nebenräume, die dadurch für das Pflegepersonal stets auf kurzem Wege erreichbar sind, sowie jeweils ein weiteres „Wohnzimmer“ für die Bewohner.

Das Haus entspricht dem KfW 55-Standard und wird mittels einer Holzhackschnitzelheizung beheizt. Eine Wärmepumpe sorgt im Sommer für Kühlung und kann im Winter zusätzlich zum Heizen benutzt werden.

www.drei-architekten.de

(Erschienen in CUBE Oberrhein/Baden 03|19)

Architekten: Drei Architekten www.drei-architekten.de Freianlagenplanung: Koeber... mehr

Architekten:

Drei Architekten
www.drei-architekten.de

Freianlagenplanung:

Koeber Landschaftsarchitektur
www.koeber-la.de

Tragwerksplanung:

Mohnke Höss Bauingenieure
www.mh-bauingenieure.de

HLS Planung:

Ingenieurbüro für Gebäudetechnik Uwe Häberle
www.ingenieurbuero-haeberle.de

Pfeil & Koch ingenieurgesellschaft
www.pk-i.de

Elektroplanung:

Planungsgruppe Burgert
www.pg-burgert.de

Bauphysik:

Stahl+Weiß
www.stahl-weiss.de

Brandschutz:

Ingenieurbüro für Brandschutz Bartel
www.ing-bartel.de

Fotos:

Stephan Baumann, bild_raum
www.bild-raum.com