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Kindgerechtes Raumkonzept

Ein neues Primarschulhaus im Kanton Basel-Landschaft orientiert sich gänzlich an den Bedürfnissen der Kinder

Mit Beginn des Schuljahres konnten die Schülerinnen und Schüler der Primarschule in Pfeffingen... mehr

Mit Beginn des Schuljahres konnten die Schülerinnen und Schüler der Primarschule in Pfeffingen im Kanton Basel-Landschaft ihr neues Schulhaus erobern. Die Architektenpartner Oliver Brandenberger und Adrian Kloter legten beim Neubau besonders großen Wert auf ein leicht verständliches und kindgerechtes Raumkonzept und haben damit nicht nur Schüler und Lehrer für sich gewonnen, sondern auch die Auflagen zur Harmonisierung des Schweizer Schulsystems erfüllt. Gleichzeitig fasst das neue Schulhaus die bestehenden Bauten zu einem städtebaulichen Ensemble zusammen.

Die Regelgeschosse im kubischen Baukörper konzentrieren sich auf eine zentrale Eingangshalle mit angrenzenden Unterrichtsräumen. Da die Gänge entfallen und die Garderoben integriert sind, messen die Klassenräume nunmehr 70 statt 90 m². Der Maßstab des Kindes bestimmt die gesamte Gestaltung des Gebäudes. Dies zeigt sich etwa in der horizontalen Struktur der Fassade, welche die Geschosse ablesbar machen. Oder in den vertikalen, dicht angeordneten Holzrahmen, die dem Bedürfnis der Kinder nach kleinteiligem Aufbau entspricht. Klar erkenntlich markiert eine tiefe Nische den Eingang zur Schule und in das großzügige Schulfoyer, welche das Herz des Schulhauses bildet. Sie ist mittig im Grundriss platziert und erstreckt sich über die komplette Tiefe des Gebäudes. Von hier aus werden alle Geschosse durch eine offene Wendeltreppe erschlossen, die sich vom Eingangsgeschoss bis ins zweite Obergeschoss zu den je vier Unterrichtsräumen mit dazwischen geschalteten Gruppenräumen windet. Im Sockelgeschoss erschließt sie die Lehrerzimmer, Toiletten und Nebenräume wie Technik und Lager. Bei der Wahl der Materialien setzen die Architekten auf haptische und räumliche Erlebnisse, die die Beziehung zwischen Gebäude und Kind fördern – etwa bei der Holzverkleidung oder bei der versetzt gemauerten Backsteinwand mit akustisch wirksamen Lücken im Schulfoyer. Dementsprechend taucht auch das gleichmäßig von allen Seiten des Gebäudes einfallende Licht die Betonflächen in ein zartes Grau. Außergewöhnlich ist auch die Möblierung der Klassenräume. Pulte und raumteilende Möbel können auf Rollen verschoben werden. Damit ist ein flexibles Einrichtungskonzept entstanden, das Lernlandschaften fördert. Mit dem Neubau ergab sich zudem die Chance, die Bestandsbauten zu einem neuen Ensemble zusammenzufassen, die Nutzungen klarer zu trennen sowie den steigenden Schülerzahlen und Förderangeboten gerecht zu werden. Eine zentrale Funktion übernimmt der neue Pausenplatz, der über eine breite Außentreppe zum Eingang der in den Hang eingebetteten Mehrzweckhalle führt.

www.brandenbergerkloter.ch


Fotos:

Basile Bornand
www.basile-bornand.com

(Erschienen in CUBE Oberrhein/Baden 04|19)

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