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Expo 2000 – 20 Years Later

Ausstellung in der BDA Galerie zu Veränderungen auf dem Expo-Gelände

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© Piet Niemann

Die Expo 2000 in Hannover war die erste Weltausstellung in Deutschland mit dem verheißungsvollen Motto „Mensch, Natur und Technik – Eine neue Welt entsteht“.  Sie war das Symbol für eine vielversprechende, nachhaltige Zukunft. Doch wie hat sich dieses Versprechen in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt? In der BDA Hamburg Galerie ist bis zum 8. September 2024 die Ausstellung „Expo 2000 – 20 Years Later“ mit Fotografien von Piet Niemann zu sehen. Der Fotograf zeigt ausgewählte großformatige Motive aus seinem jüngst erschienenen Bildband im Kerber Verlag, der eine fotografische Bestandsaufnahme des Expo-Geländes in Hannover 20 Jahre nach der Weltausstellung von 2000 darstellt. Piet Niemanns Fotografien aus dem Jahr 2020 sind nicht nur visuelle Dokumente, sondern sie fordern auch dazu auf, über die Umsetzung und Einlösung dieses Versprechens nachzudenken.

Piet Niemann, der bereits für namhafte Architekturbüros wie Zaha Hadid Architects (London) und Delugan Meissl Associated Architects (Wien) tätig war, ist nicht nur als Architekturfotograf bekannt, sondern auch für seine freien Langzeitprojekte mit makrosoziologischem Bezug. Seine charakteristische Herangehensweise zeichnet sich durch distanzierte und nüchterne Beobachtungen aus, die die sozialen und architektonischen Veränderungen in unserer Umwelt reflektieren.In seinem neuesten Werk betrachtet Niemann mit diesem distanzierten Blick die Veränderungen auf dem Expo-Gelände. Seine Fotografien zeigen nicht nur die verlassenen Pavillons, sondern auch die Spuren der Natur, die das Gelände zurückerobert hat. Diese Bilder erinnern an die Vergänglichkeit und zugleich die Widerstandsfähigkeit der gebauten Umwelt. „Expo 2000 – 20 Years Later“ ist nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein eindringlicher Aufruf zum Nachdenken über unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt und den begrenzten Ressourcen, die wir nutzen.„Niemanns Bilder zeigen den Zustand von 2020 in nebelgehüllter Ehrlichkeit: Der Fotograf stieß auf das Betongerippe des Niederländischen Pavillons, auf vor offener Landschaft aufgereihte Studentenwohnheime und den verlassenen knallgelben Pavillon Litauens, hinter dem sich, durch eine Wiese getrennt, eine farblich passende IKEA-Filiale als Gewerbebox niedergelassen hat“, schreibt der Architekturjournalist Benedikt Crone im Vorwort der erschienen Publikation. Im ergänzenden Essay „Schönheit einer Ruine“ gibt Gründungspartner Jacob van Rijs vom Architekturbüro MVRDV einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Niederländischen Pavillons bis hin zu seiner aktuellen Transformation in ein nutzungsgemischtes Gebäude.

Piet Niemann (*1991) versteht sich in erster Linie als Architekturfotograf öffentlicher Bauten. Seine Arbeiten wurden 2023 beim Europäischen Architekturfotografie-Preis ausgezeichnet und bieten nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern stellen auch Fragen zur Gegenwart und Zukunft der gebauten Umwelt. In einer Zeit, in der der Bausektor für etwa 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich ist und Themen wie Kreislaufwirtschaft, Materialknappheit und Nachnutzung global im Fokus stehen, liefert Piet Niemanns Arbeit einen aktuellen Kontext für Diskussionen über Nachhaltigkeit und Verantwortung im Bauwesen.Bereits 2018 präsentierte Piet Niemann freie Arbeiten in der Gruppenausstellung „Raumspuren. Beyond Architecture“, die als SATELLITEN-SHOW im Rahmen der 7. Triennale der Photographie Hamburg 2018 gezeigt wurde. „Expo 2000 – 20 years later“ ist seine erste Einzelausstellung in der BDA Galerie.

www.bda-hamburg.de