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Architekturpreis Beton 2023 ist entschieden

Vier Preise und vier Anerkennungen für nachhaltige Betonbauten

Die Gewinner des Architekturpreis Beton 2023 stehen fest: Aus insgesamt 188 Einsendungen hat die interdisziplinär besetzte Jury jeweils vier Preisträger und Anerkennungen ausgewählt. Zentrales Kriterium bei der Beurteilung der eingereichten Projekte war neben der architektonischen Qualität das nachhaltige Bauen mit Beton. Das Gymnasium Neustadt an der Waldnaab von Brücker und Brücker Architekten (Tirschenreuth), „concrete lightweight ceiling“ der Eigner Bauunternehmung (Nördlingen) von Lattke Architekten (Augsburg), der Gewerbebau „Telegraph“ von &Mica (Köln) und der Kornversuchsspeicher von AFF Architekten (Berlin) haben in diesem Kontext besonders überzeugt. Die vier Projekte wurden von der Jury gleichrangig mit einem Preis ausgezeichnet. „Mit mehr als 180 Einreichungen waren in diesem Jahr so viele Projekte wie noch nie im Rennen um den Architekturpreis Beton. Das freut uns umso mehr vor dem Hintergrund, dass sich die Objekte nicht nur durch ihre architektonische Qualität auszeichnen sollten, sondern auch durch ihre Nachhaltigkeit“, sagt Ulrich Nolting vom InformationsZentrum Beton. „Die prämierten Projekte machen eindrucksvoll deutlich, wie wir bewusster mit wertvollen Ressourcen umgehen, den Energieverbrauch minimieren und so Klima und Umwelt schonen können.“

So überzeugte etwa das Gymnasium Neustadt an der Waldnaab durch seine ressourcenschonende Transformation, bei der der Betonbestand weitmöglichst erhalten blieb und unter anderem dank einem neuen Energiekonzept den heutigen Standards angepasst wurde. Zeitgemäßes Weiterbauen spielte auch beim Kornversuchsspeicher eine Rolle: Das Baudenkmal zeigt mit seinen materialsparenden Konstruktionen einen wegweisenden Umgang mit dem Baustoff Beton. Auch bei der „concrete lightweight ceiling“ spielte Ressourceneffizienz eine wichtige Rolle: Die materialoptimierte Stahlbetondecke wurde mit 3D-gedruckten Betonhalbschalen realisiert. Beton wurde nur dort eingesetzt, wo man ihn unbedingt benötigt – so wurde gleichzeitig das Gewicht reduziert sowie Material und CO2 eingespart. Mit dem „Telegraph“ entstand neuer Wohnraum in bereits vorhandenen Strukturen. Eine intensive Begrünung unterstützt zudem den Artenschutz. Neben den vier Preisträgern sprach die Jury vier gleichrangige Anerkennungen aus: So würdigte sie das 6x60 Haus von Alexander Tochtermann & Philipp Wündrich (München), den Ausbau der Trinitatiskirchruine zum Jugendzentrum von Code Unique Architekten (Dresden), das Rathaus Korbach von ARGE agn Heimspielarchitekten (Ibbenbüren / Münster) sowie das Sportzentrum Schulcampus Überlingen von Wulf Architekten (Stuttgart).

Über die Vergabe des mit 25.000 Euro dotierten Preises entschied eine interdisziplinär besetzte Jury: Ihr gehörten in diesem Jahr Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Susanne Wartzeck, Präsidentin des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA, Prof. Amandus Samsøe Sattler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und Gründungspartner Studio Ensømble, Prof. Florian Musso vom Lehrstuhl für Baukonstruktion und Baustoffkunde der Technischen Universität München, Sven Plieninger, Geschäftsführer Schlaich Bergermann Partner, Dr. Oliver Herwig, Journalist und Moderator, sowie Ulrich Nolting, Geschäftsführer des InformationsZentrum Beton, an. Bereits zum 22. Mal wurden die besten Betonbauten in Deutschland ausgezeichnet. Ausgelobt durch das InformationsZentrum Beton in Kooperation mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und der Bundesarchitektenkammer, würdigt der Preis herausragende Leistungen der Architektur und Ingenieurbaukunst, deren Qualität von den gestalterischen, konstruktiven und nachhaltigen Möglichkeiten des Baustoffs Beton geprägt ist. Die Vergabe der Preise und Anerkennungen findet am 8. November 2023 in Düsseldorf statt. 

Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter: www.architekturpreis-beton.de