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Zirbelkiefer und Glas

Freisinger Wohnhaus strahlt eine besondere Wohlfühlatmosphäre aus

„Wohnen im Garten“ – was sich zunächst sehr ungewöhnlich anhört, haben die Freisinger Deppisch... mehr

„Wohnen im Garten“ – was sich zunächst sehr ungewöhnlich anhört, haben die Freisinger Deppisch Architekten in Zusammenarbeit mit dem Innenausbauspezialisten design-s für ein Ehepaar aus Freising realisiert. Das Erdgeschoss des 80 m² großen modernen „Austragshäusls“, das auf dem eigenen Grundstück neben dem früheren Wohnhaus entstand, hat drei Ganzglasfassaden in Richtung Osten, Westen und Süden. Im unteren Wohn- und Küchenbereich entsteht dadurch ein Gefühl, wie in der freien Natur zu leben, was durch die Verlängerung der Küchenzeile in den Garten noch verstärkt wird.

Im Winter, wenn die Sonne tief steht, wärmen die Sonnenstrahlen den Wohnbereich und im Sommer, bei hochstehender Sonne, ist der Raum durch den Überbau des Obergeschosses geschützt, der wie ein Würfel darauf zu schweben scheint. Auch nachts haben die drei Glasfassaden eine ganz besondere Ausstrahlung – sie wirken fast schwarz und man fühlt sich nicht, wie vielleicht anzunehmen, von außen beobachtet. Dazu kombinierte design-s eine reinweiße, sehr lange Küchenzeile und – was sich durchgängig durch das ganze Haus zieht – massives Holz der Zirbelkiefer. Die halb gewendelte Treppe vom oberen Eingangsbereich auf der Nordseite nach unten in den „gläsernen Wohnraum“ sowie Böden, Türen, Wände und Decken sind aus dem Holz, das eine ganz besondere Optik hat: Viele Astlöcher und einen angenehmen Farbton, der zunächst leicht rötlich wirkt, aber dann bräunlich nachdunkelt. Die Bauherren schätzen vor allem aber die gesundheitsfördernde Wirkung der Zirbelkiefer, äußerst frostempfindliche Bäume, die nur in Höhenlagen zwischen 1.000 und 3.000 m und nur in bestimmten Gegenden Europas wachsen. Es heißt, dass seine Ausdünstungen den Schlaf fördern und eine beruhigende Wirkung auf den Herzschlag haben. Das in Zirbelholz enthaltene ätherische Öl soll zudem gegen Schimmel resistent sein, weswegen es auch zur Herstellung von Brottöpfen gerne genutzt wird.

Das Gefühl, im unteren Wohnbereich „wie im Garten zu leben“ wird noch durch eine besondere Idee der Bauherren verstärkt: Die Küchenzeile setzt sich bis auf die Terrasse fort und im Inneren wurde ein Holzfeuerkamin wie ein Küchenmöbel eingepasst – eine Herausforderung für Richard Stanzel von design-s, der so etwas in dieser Art bisher noch nicht verwirklicht hat. „Dafür haben wir in enger Zusammenarbeit mit dem Kaminbauer alles so genau abgestimmt, dass der Ofen mit den Fugen der übrigen Küchenmöbel zu
100 Prozent abschließt.“

Viele Gedanken flossen auch in die Beleuchtung der Szenerie im unteren Wohnraum: Die Leuchte über der von design-s kreierten Esszimmer­garnitur nimmt die fließend leichte Atmosphäre auf und gibt dem Raum ein gutes Licht. Dazu wurden Lampen des Herstellers Occhio kombiniert. Ein kleines Meisterwerk ist die halb gewendelte Treppe hinunter in den Wohnraum: Nicht nur die Treppenteile sind passgenau CNC-gefräst, auch eine CNC-gefräste Schablone wurde zur Unterstützung für den Verputzer unten am Betonsockel angelegt. „Dadurch konnte er den Radius schön glatt und ohne Beulen abziehen“, erläutert Stanzel.

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www.deppischarchitekten.de

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