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Schlosserei als Kreativschmiede

Die Halle A der Münchner Designliga

Ein Industriekomplex aus der Mitte des letzten Jahrhunderts: Hallenfläche 650 qm, Höhe 10,4 m.... mehr
Ein Industriekomplex aus der Mitte des letzten Jahrhunderts: Hallenfläche 650 qm, Höhe 10,4 m. Die Ausmaße des Ateliers der Münchner Designliga und ihres strategischen Partners für Web- und Anwendungsentwicklung Form & Code sind beeindruckend. Bis zu ihrem Umbau war die Halle A eine Schlosserei der Stadtwerke München im Areal des Heizkraftwerks Süd. Für Geschäftsführer und Kreativdirektor Sasa Stanojčić und Christina Koepf, Leiterin der Innenarchitektur, war schnell klar, dass die Halle auch nach dem Umbau zum Büro ihren industriellen Grundcharakter behalten sollte.

So steht die große Werksuhr als bewusstes Zitat des Industriezeitalters im Raum, und die räumlichen Funktionen einer Schlosserei sind noch klar erkennbar: Ein hochgelegenes Meisterbüro, aus dem der Betrieb überschaut und kontrolliert wurde, erzählt von Ordnung, Rationalisierung und klaren Hierarchien.

Ausgangspunkt war die rechteckige, sehr hohe Halle mit gemauerten Glasbausteinen auf der Ost- und Westseite, die auf Sichthöhe mit einem Fensterband abschließen. Die Böden, Ziegelwände und Krantrassen der Schlosserei wurden beibehalten und lediglich gereinigt und gestrichen. Aus dieser atmosphärischen Kulisse heben sich zwei doppelstöckige Satteldachhäuser als prägnantester architektonischer Eingriff ab. Durch die Häuser, in denen Mitarbeiter der Kreativschmiede sitzen, die viel telefonieren, planen oder mit vertraulichen Informationen arbeiten, entstanden Zonen und Funktionsbereiche, die dem Raum trotz seiner Größe die gewünschte Intimität verleihen.
Nach oben erschlossen wird der Raum durch die Obergeschosse der Häuser und die beiden Besprechungs- und Konferenzräume im früheren Meisterbüro. Im Untergeschoss, das über eine Bodenlücke eingesehen werden kann, fanden außerdem die Modellbauwerkstatt, ein Siebdrucktisch und ein Fotostudio Platz.

Zusammen bilden die neu geschaffenen Elemente ein Ensemble - der Raum dazwischen wirkt wie ein überdachter Dorfplatz und schafft für die insgesamt 30 Mitarbeiter ein Umfeld, in dem Arbeit wieder geerdet wird und Kreativität gelebt werden kann, erläutert Sasa Stanojčić, der die Designliga 2001 zusammen mit dem Kommunikationsdesigner Andreas Döhring gegründet hat, das Konzept und fügt an: „Die Halle A ist Atelier, Arbeitsplatz und Lebensraum zugleich für diejenigen, die hier arbeiten und für die, die uns besuchen - hier trifft der Nachklang der Industriearbeit mit dem Arbeitsgeist der digitalen Gegenwart auf einzigartige Weise zusammen.“

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