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Mobil auf zwei Rädern

München schließt Lücken im Radlnetz

Radfahren ist längst kein reines Freizeitvergnügen mehr. Denn anstatt mit dem Auto in den... mehr
Radfahren ist längst kein reines Freizeitvergnügen mehr. Denn anstatt mit dem Auto in den Metropolregionen im Stau zu stehen, nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad auch auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule und zur Universität. Ob in Kombination mit dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) oder via Rad(schnell)weg von Haus- zur Bürotür: das Zweirad stärkt Fitness und Gesundheit, minimiert den CO2 Ausstoß. Die Landeshauptstadt München setzt auf verschiedene Maßnahmen, um den Verkehr stadt- und umweltfreundlicher zu bewältigen. Im Rahmen des Grundsatzbeschlusses zur Förderung des Radverkehrs werden u. a. Fahrradstraßen realisiert. Diese sollen helfen, wichtige Lücken im Münchner Radlnetz zu schließen und den Umstieg auf das Rad als tägliches Verkehrsmittel zu fördern. So soll der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen weiter erhöht werden. Das Rückgrat des städtischen Radverkehrsnetzes bilden 14 beschilderte Radrouten, die sternförmig vom Stadtrand in die Innenstadt führen. Ergänzt werden sie durch drei Ringverbindungen (Innerer und Äußerer Radroutenring, Buga-Radlring). Dazwischen liegt ein dichtes Netz an stadtteilübergreifenden Hauptrouten sowie Nebenrouten für die Erschließung innerhalb der Stadtteile. Die Routen liegen möglichst abseits der Hauptverkehrsstraßen in Tempo-30-Zonen, Parks oder Grünanlagen.

Wer auf dem Weg zur Arbeit ÖPNV und Rad kombinieren möchte, kann im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) auf das Prinzip Bike & Ride zurückgreifen: Aktuell gibt es rund 27.000 Fahrradstellplätze an S- und U-Bahnstationen im Stadtgebiet. Da an vielen Haltestellen kein Platz für zusätzliche Abstellmöglichkeiten vorhanden ist, wurden an einigen hoch frequentierten Haltestellen – etwa Kieferngarten, Berg am Laim, Olympia-Einkaufszentrum und Pasing – doppelstöckige Abstellanlagen oder Fahrradparkhäuser realisiert. Der MVV-Radroutenplaner für München und Umgebung bezieht auch den ÖPNV bei der Planung von beliebigen Strecken mit ein. Dabei werden dem Nutzer bei Abfragen jeweils die schnellste, die „grünste“ und eine „Familienroute“ vorgeschlagen.

Wer in München unterwegs ist und kein eigenes Rad besitzt, findet im Mietsystem MVG Rad die ideale Ergänzung zu U-Bahn, Bus und Tram. Das von nextbike betriebene Fahrradverleihsystem der Münchner Verkehrsgesellschaft umfasst aktuell 1.200 Räder. An den an Nahverkehrs-Haltestellen und zentralen Punkten positionierten Stationen können die Räder und E-Bikes immer dort angemietet werden, wo man sie gerade benötigt. Das Mietradsystem findet sich etwa an der Mobilitätsstation an der Münchner Freiheit: Es ergänzt das vorhandene Angebot von U-Bahn, Bus und Tram sowie Car-Sharing.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) München regt für die Landeshauptstadt die Realisierung eines ersten Radschnellwegs in Bayern an: Dazu hat er ein detailliertes Konzept für einen 8 km langen Radschnellweg „München-Nord – Hauptbahnhof“ erarbeitet. Dieser würde die Radverbindung zwischen dem Norden Münchens, vor allem den Stadtteilen Milbertshofen und Schwabing und der Münchner Innenstadt enorm verbessern. Davon könnten vor allem Pendler profitieren.

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