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Kultur auf „hohem“ Niveau

Neue Kunsthalle und neuer Konzertsaal am Arlberg

In 1.800 Metern Höhe kann man nicht nur Skifahren und Wandern, sondern neuerdings auch Kunst und... mehr
In 1.800 Metern Höhe kann man nicht nur Skifahren und Wandern, sondern neuerdings auch Kunst und Kultur genießen. In St. Christoph am Arlberg, auf der Passhöhe zwischen Tirol und Vorarlberg, haben ein mutiger Bauherr und sein erfindungsreicher Architekt eine Kunsthalle und einen Konzertsaal in die Erde eingegraben, der neuer Anziehungspunkt für die Skiregion am Arlberg werden soll. Hier, wo es sonst nur Hotels und Skilifte gab, finden nun 150 Musik- und Kabarettveranstaltungen pro Saison statt, und die Kunsthalle wird im ständigen Wechsel moderne Kunst – vorwiegend von österreichischen jungen Künstlern – zeigen. Hotelier Florian Weber, der das Traditionshaus „Hospiz“ leitet, hat sich damit einen lange gehegten Traum erfüllt. Und Architekt Jürgen Kitzmüller sah sich plötzlich mit zwei für die Bergregion durchaus untypischen Bauaufgaben konfrontiert: Er gestaltete eher intuitiv als wissend einen wellenförmigen Konzertraum mit erstklassiger Akustik. Am erstauntesten war wohl der Architekt selbst, den unter Extrembedingungen geschaffenen Saal keiner akustischen Nachbesserung unterziehen zu müssen. Ein gelungener „Wurf“ sozusagen. Ebenso die Kunsthalle, ein acht Meter hoher „white cube“ für Wechselausstellungen. Beide Kulturräume entstanden in der erstaunlich kurzen Zeit von knapp elf Monaten. Es gibt im Alpenraum nichts Vergleichbares. Hier gibt es nicht nur Après-Ski, sondern auch „Erbauliches“. Ein beachtliches und mutiges Beispiel für kulturelles Entrepreneurship.

www.arlberg1800.at