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Hülle aus Lärchenholz

Ökologisch korrekt und architektonisches Wahrzeichen: Das Fachmarktzentrum im Kemmelpark

Möglichst unauffällig, günstig und einfach: Fachmarktzentren an großen Straßen oder Tangenten von... mehr
Möglichst unauffällig, günstig und einfach: Fachmarktzentren an großen Straßen oder Tangenten von Groß- und Kleinstädten sind oft nur reine Zweckbauten. Doch dass eine Ansammlung von mittel- bis großflächigen Geschäften auch mal richtig anders daherkommen kann und sogar noch den Nachhaltigkeitsgedanken im Fokus hat, zeigen ATP architekten ingenieure München und der Projektentwickler Ten Brinke Bayern mit ihrem Auftaktgebäude zum Entwicklungsgebiet Kemmelpark in Murnau am Staffelsee.

Geradezu selbstbewusst markiert das Bauwerk wie eine Landmark den Eingang der nur fünf Minuten weit weg gelegenen Stadt. Die Fassade aus horizontal angeordneten Lärchenholzlatten liefert außerdem visuell gleich die ökologische Zielrichtung mit. Man habe sich hier bewusst gegen eine blasse und einfache Kiste entschieden, so Architekt und ATP-Geschäftsführer Thomas Mattesich. Die helle Holzhülle des markanten Baus wirkt leicht und im wechselnden Tageslicht inmer wieder anders. Durch verschiedene diagonal-waagrechte Einschnitte an den Zugängen sowie schwarz eingefasste kleine Fenster und verglaste Eingangstüren wird sie „geöffnet“. Ein Versatz zwischen Holzverschalung und Gebäudekante bildet ein Vordach, das die Kunden zu den Eingängen leitet. Im Inneren setzt sich das luftig-elegante Konzept fort. Alles wirkt durchgängig, nicht verstellt.

Kleinere Shops wurden zwischen die größeren Anbieter platziert, was für eine Auflockerung sorgt. Beim Design hatten die Shopanbieter relativ freie Hand: Grauer Steinboden führt in die offen gehaltenen Märkte und kleinen Shops, Deckenelemente in modernen, kräftigen Farben wie Rot, Blau und Grasgrün mit integrierter LED-Beleuchtung sowie Holzvertäfelungen erzeugen eine angenehme Einkaufsatmosphäre. Ökologisch gesehen ist das Gebäude mit seinen 5.000 m2 Verkaufsfläche zudem ein Vorzeigeprojekt.

Oberstes Ziel war es, nachhaltig zu bauen und den Zukauf von Energie so gering wie möglich zu halten. Der Verzicht auf eine Vollverglasung, die kompakte Bauform und den hohen Dämmstandard und Dreifachverglasung sowie ein ausgeklügeltes Kälte-/Wärme-Management spart wertvolle Ressourcen. Eine gebäudeeigene Wärmeerzeugung war zudem nicht notwendig, da das Einkaufszentrum mit Nahwärme aus der gemeindeeigenen Holzhackschnitzel-Anlage versorgt wird. Die Abwärme aus der Kälteerzeugung für Kühltruhen oder Raumkühlung wird außerdem bei Bedarf vollständig zur Raumheizung verwendet und nicht an die Umgebung abgeleitet.

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