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HARTE KANTE – WEICHES HERZ

Städtische Kita positioniert sich mit viel Licht und Farbe

Das Haus für Kinder in Berg am Laim bildet den Abschluss eines Wohnquartiers unter städtischer... mehr
Das Haus für Kinder in Berg am Laim bildet den Abschluss eines Wohnquartiers unter städtischer Leitung an der Hansjakobstraße. Das zweistöckige L-förmige Gebäude ist ein Haus für fünf Gruppen von null bis zehn Jahren, bestehend aus Krippe, Kindergarten und Hort. Der Eingang befindet sich an der Nordseite in Richtung eines Parks, der gerade entsteht. Man gelangt zunächst in ein Foyer, hier können die Eltern ihre Kinder bringen und wieder abholen. Der lange, nach Süden und Westen ausgerichtete Schenkel beinhaltet die Gemeinschaftsräume, während die Verwaltung, Küche, Personal- und Technikräume in dem kürzeren Gabäudeteil auf der Nordseite liegen. Die Anlage hat große Fensterflächen mit Sichtbezügen zur Umgebung. Die Gebäudeform ist darauf ausgelegt, die unterschiedlichen Funktionen diagonal zu verbinden.

Schon die Fassade weist einzelne in leichtem, hellem Grün gehaltene Farbflächen auf, die sich mit den Sichtbetonflächen abwechseln. Die Farbfelder und die farbigen Fensterrahmen setzen Akzente und tragen zu einem abwechslungsreichen Erscheinungsbild bei. Die Farbigkeit setzt sich im Inneren fort. Während die Sichtbetondecken roh belassen sind, ist der Boden mit einem weichen Linoleum ausgelegt. Es wechseln sich harte und weiche, sowie rauhe und glatte Oberflächen ab, sodass unterschiedliche haptische Erfahrungen möglich sind. Farbgebung und baukünstlerische Eingriffe sollen mit zurückhaltenden Mitteln ebenfalls das Wahrnehmungspotenzial der Kinder fördern. Die aussen liegenden Fenster des Gebäudes variieren in ihrer Größe. Im innen liegenden, sich dem Garten öffnenden Gebäudeteil sind die Fenster geschosshoch und lassen viel Licht ins Innere. Das Flachdach ist extensiv begrünt, das Haus ist nicht unterkellert. Eine Wärmepumpe mit elektrischer Warmwasserbereitung versorgt die Fußbodenheizung und schafft ein angenehmes Raumklima.

Die Landschaftsarchitektin Stefanie Jühling stellt der strengen Architektursprache organische Aussenanlagen mit Rodelhügel, Bobbycar-Rennstrecke und vielfältiger Bepflanzung gegenüber. So ergeben sich vielfältige Erlebnis- und Bewegungsangebote.

Das Gebäude ist in Massivbauweise erstellt, vorgefertigte Fassadenteile in Sichtbeton ermöglichten eine Verkürzung der Bauzeit. Der Entwurf stammt von den Münchner Architekten Bessing und Brokmeier. Das Gebäude wurde als vorbildhaft bei den Architectouren vorgestellt.

www.bb-architekten.eu
Architekten: Bessing / Brokmeier Architekten www.bb-architekten.eu Landschaftsarchitekten:... mehr

Architekten:

Bessing / Brokmeier Architekten
www.bb-architekten.eu

Landschaftsarchitekten:

Stefanie Jühling
www.juehling.net

Elektro:

Geyer & Fels
www.geyerfels.bayern

Haustechnik:

Ingenieurbüro Többen
www.ibtoebben.de

Küchenplanung:

Planungsbüro Balke
www.pb-balke.de

Fotos:

Oliver Jaist
www.oliverjaist.com