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Grüne Künstleroase

Das Botanikum ist seit 30 Jahren Heimat für Kunst & Pflanzen

Das Botanikum ist eine Symbiose aus Kunst und Natur und zugleich Münchens ungewöhnlichste... mehr
Das Botanikum ist eine Symbiose aus Kunst und Natur und zugleich Münchens ungewöhnlichste Künstlerkolonie: Verschiedenste Ateliers finden sich auf dem weitläufigen Gelände mit seinen historischen Gewächshäusern an der Feldmochinger Straße im Münchner Norden.

Gründer und Inhaber Heinrich Bunzel verwirklicht Natur-Kunstprojekte und Artfields – künstlerisch gestaltete Felder, zum Beispiel in Einflugschneisen von Flughäfen. Außerdem entwickelt er Pflanzendekorationen für Messen und Veranstaltungen und Sommer-Begrünungen für Restaurant-Terrassen mit Oliven, Oleander und Palmen. Erst kürzlich hat Bunzel seiner Naturoase ein weiteres Kunstobjekt hinzugefügt: Einen übergroßen Kubus aus Gras, der zuvor bereits auf dem Münchner Flughafengelände installiert war. Dieses Jahr feiert das Botanikum 30-jähriges Bestehen und lädt vom 10. bis 12. Juli 2015 zur Ausstellung „art25.feuervogel“ ein.

Das Botanikum kann auf eine lange (Familien-)Geschichte zurückblicken: Am Anfang stand die Gärtnerei Bunzel im Münchner Norden. Gegründet 1935, bewirtschaftete der Großvater von Heinrich Bunzel die Gärtnerei mit Gemüseanbau, 1950 übernahm der Vater, baute und handelte vorwiegend mit Schnittblumen und einem besonderen Augenmerk auf die Orchideenzucht – lange bevor der Boom mit Orchideen anfing. Sein Sohn Heinrich Bunzel arbeitete schon früh im Familienbetrieb mit und bewies schon damals seine originelle Kreativität, indem er eines Tages, als er zu viele weiße Tulpen vorrätig hatte, die ersten blauen Tulpen erfand. Sie waren damals der Renner in den Blumengeschäften. 1985 übernahm der Junior schließlich die Gärtnerei in Eigenverantwortung, suchte und fand Alternativen und neue Ideen für das weitläufige Gelände, die bis heute Bestand haben.

Noch im selben Jahr wurde das Areal von Bettina und Heinrich Bunzel umstrukturiert in das heutige Botanikum, eine Anlage von rund 20.000 m² mit drei noch aktiven Gewächshäusern, drei Veranstaltungsräumen sowie 40 Ateliers.

Inzwischen arbeiten auf dem Areal Maler, Bildhauer, Goldschmiede, Fotografen, Web-Designer, Hobbygärtner und Töpfer. Jedes Jahr überwintern hier außerdem an die 3.000 Pflanzen von Firmen und privat – Abholservice, gießen, düngen und Rückschnitt inklusive.

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