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Gestützt vom Baumriesen

Ein altes Austragshäusl bietet nach dem Umbau völlig neue Wohnwelten

Eine Hommage an Bayern, neu in Szene gesetzt – das ist das Haus am See in Rottach. Nur 100 m... mehr
Eine Hommage an Bayern, neu in Szene gesetzt – das ist das Haus am See in Rottach. Nur 100 m entfernt vom Ufer des Tegernsees, ist das ehemals als Ferienhaus genutzte Domizil mit Seeblick nicht nur von der Lage einmalig, sondern auch von seiner Vorgeschichte: Ein altes Austragshäusl aus Tirol war hier auf einen neuen Blockbau aufgesetzt worden. Aber: Es fehlte die Unterkellerung und auch im Haus war wenig Platz.

Für die neuen Eigentümer, eine fünfköpfige Unternehmerfamilie aus Düsseldorf, stand deshalb ein kompletter Umbau mit Kernsanierung, Gartengestaltung, einer neuen Garage mit Unterkellerung sowie einem Wellness-/Saunahäuschen an. Für den Tölzer Designer Alv Kintscher, der das Konzept entwarf und die Bauleitung übernahm, war im Einvernehmen mit den Bauherren klar: „In dieses Haus sollte das Bayerische, modern übersetzt, unbedingt wieder einfließen.“ Zudem sollte es klare Linien haben und lichtdurchflutet sein. Ein überraschend neues Wohngefühl und ungeahnte Weite bewirkte für die Bewohner die Herausnahme von vier Wänden im Erdgeschoss für Wohnen, Küche, Essen – unterstützt von einem rund 800 Jahre alten Eichenstamm als Mittelpunkt, auf dessen Substanz nun zwei Stockwerke ruhen. Statisch kein Problem für den alten Baumriesen, denn im Inneren war er absolut standsicher, wie die Statiker bestätigten.

In der Küche, mit ihrem Boden aus geräucherter Eiche, einer Betonarbeitsfläche und ultra dünn gespalteten Schieferplatten als Fronten, wurde ebenso Ursprüngliches, Rohes und altes Bayerisches modern übersetzt. Die dünne Schieferplatten-Technologie stammt aus der Yachtbau-Erfahrung des Architekten. „Und schließlich zitieren wir den bayerischen Tisch als Mittelpunkt der Küche - mit einer kräftigen Platte aus Beton und geschmiedeten Beinen.“

Weitere Besonderheiten sind die mit 3 mm dickem Filz verkleidete Ankleide oder die Büro-Filz-Möbel, welche Reminiszenzen an Bayern sind. Die Einrichtungsgegenstände erhalten genauso wie Boden- oder Wandbeschichtungen eine gewisse Haptik - dafür wurden die Wände im Gäste-WC mit einer besonderen Kalkputz-Spachtel-Technik versehen, die geglättet auch als Stucco Veneziano bekannt ist, und für die Böden eine besondere Betonspachteltechnik angewandt.

Für den Elternbereich, Ankleide, Bad und Schlafzimmer wurde eine Stahlebene in die ehemals hohe Galerie eingezogen und ein großes Bad mit Seeblick eingerichtet. Das Beleuchtungskonzept greift vorrangig auf belgische und dänische Hersteller zurück. Einige Leuchten wurden jedoch auch vom Architekten Kintscher selbst entworfen, wie die innenblattvergoldetete Stahlblechleuchte.

Und wie es sich für ein richtiges bayerisches Interieur im Alpenvorland gehört, dürfen Teppiche, selbstgefertigte Kissen und Felle nicht fehlen.

www.alvkintscher.de
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