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Fugger meets Scandinavia

Der GreenGlam Store bietet ein völlig neues Öko-Einkaufserlebnis

Fast wirken die Räumlichkeiten so, als wären hier früher schon einmal edle Elixiere gemischt und... mehr
Fast wirken die Räumlichkeiten so, als wären hier früher schon einmal edle Elixiere gemischt und feilgeboten worden. Prachtvolle Gewölbedecken zieren den Altbau im historischen Fuggerpalais in Augsburg und seit letztem Jahr erleben sie mit dem GreenGlam Store ein glanzvolles Revival. Die Inhaberin, eine Pharmazeutin mit schwedischen Wurzeln, die in der Fuggerstadt bereits zwei auf Naturheilkunde spezialisierte Apotheken führt, war von der Örtlichkeit sofort angetan. Der historische Charme der Räumlichkeiten im ältesten Renaissancebau-Ensemble nördlich der Alpen bot ideale Voraussetzungen für die Entwicklung ihres Storekonzepts für modernes Öko-Shopping.

Zu den weitläufigen denkmalgeschützten Palais- und Hofstrukturen der Fuggergebäude an der Augsburger Maximilianstraße zählen auch die ehemaligen Stallungen, in denen nach jahrelangem Leerstand und Nutzung als Lagerräumen vergangenes Jahr der GreenGlam Store eröffnete. Ein unauffälliger Eingang in einer Seitengasse und wenig Schaufensterfläche waren kleine Minuspunkte, was durch das Interior als besonderer Anziehungspunkt ausgeglichen werden sollte. Grundidee der Dreimeta-Innenarchitekten war es deshalb, das Storekonzept unter dem Leitgedanken „Fugger meets Scandinavia“ nicht nur als Verstärker für die Marke, sondern auch für die einzigartigen Räumlichkeiten zu inszenieren.

Unter den Tonnengewölben aus der Renaissance stehen sich geometrische skandinavisch anmutende Möbel und modern interpretierte Apothekermöbel gegenüber. Durch die Reduktion der Farbigkeit auf schwarz und weiß in Kombination mit dem warmen Schimmer von Messing wirken die Räume lichtdurchflutet, freundlich und behaglich und bilden eine perfekte Bühne für die Produkte. Unterstützt wird dieser Eindruck durch eine fast sakral anmutende Lichtstimmung. Diese wird durch Glühbirnen, die im Tonnengewölbe an einem massiven Stahlbügel pendeln, erzeugt. Als Hommage an die Ursprünge der Betreiberin wurden Hängeleuchten aus alten Apothekergläschen installiert, die zusätzlich charmante Lichtakzente in den Gewölbedecken setzen.

Durch die von den Architekten entwickelten Warenträger, zum Teil raumgreifende Aneinanderreihungen von Kuben aus derber Seekiefer in unterschiedlichen Höhen, wirken die Produkte fast wie Kunstexponate und setzen deren von Hochwertigkeit, Natürlichkeit und Ästhetik geprägte Markenphilosophie ohne viel Aufhebens, aber dennoch präsent, in Szene. Der Store zeigt, wie cool, schnörkelfrei und gleichzeitig glamourös „Bio“ heute aussehen kann, gefühlte Lichtjahre entfernt vom erdigen Blümchenflair der früheren Öko-Bewegung und Lädchen mit Jutesack-Charakter.

www.dreimeta.com
Innenarchitekten DREIMETA ARMIN FISCHER www.dreimeta.com Fotos... mehr

Innenarchitekten

DREIMETA ARMIN FISCHER
www.dreimeta.com

Fotos

Steve Herud, Berlin
www.steveherud.com