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Californication

Ein Garten am See, der kalifornisches Lebensgefühl hervorruft

Ein Stück Kalifornien am Starnberger See hatten sich die Auftraggeber gewünscht – und es ist... mehr

Ein Stück Kalifornien am Starnberger See hatten sich die Auftraggeber gewünscht – und es ist gelungen – bis auf die Anwesenheit der Sonne, die sich in unseren Breiten etwas öfter versteckt als im Sunshine State der Vereinigten Staaten. Die raumhohen gläsernen Wände der im Prärie-Haus-Stil errichteten, bungalowartigen Villa lassen so viel Licht wie möglich ins Haus – und so wie es sich an den Hang anschmiegt, scheint das Haus in der Landschaft aufzugehen, mit ihr zu einer Einheit zu verschmelzen. Besonders der Infinity-Pool, der scheinbar nahtlos in das Wasser des Sees übergeht, vermittelt das Gefühl einer schier endlosen Weite.
Der Architekt Stephan Maria Lang ist nicht nur der Gestalter des Hauses, sondern er schuf gleich eine Art Gesamtkunstwerk, ein Ensemble aus Haus und Garten. Um das kalifornisch-südländische Flair zu verstärken, kamen Pflanzen zum Einsatz, die diese Illusion verstärken, oder besser: Gestalt werden lassen. Ein scheinbar aus dem Boden des Livingrooms emporwachsender Kakteenbaum, suggeriert ein gewisses Wüstenfeeling. Die Pflanzen im Garten sind genau auf diese Stimmung hin ausgewählt: Gräser säumen die Treppenstufen und vermischen sich mit dem alten Baumbestand. Je nach Jahreszeit wechselt die Bepflanzung: 6.000 Allia „Mount Everest“ verwandeln den Hang im Frühjahr in ein weißes Blütenmeer. Kleine Bambushaine bilden schattige Zonen. Sein Konzept schildert Stephan Maria Lang folgendermaßen: „Ich pflanze lieber wenige Arten in großen Mengen, das wirkt großzügig. Die Gräser nehmen die spielerische Bewegung des Hanges auf und schaffen eine naturnahe Atmosphäre, passend zur kalifornischen Moderne.“

Der Garten erstreckt sich über 2.700 m² – und ist mit seiner beachtlichen Größe fast eine Landschaft, die man durchwandern und auf immer neue Eindrücke stoßen kann. Kein Garten Eden, keine Apfelbäume um die sich Schlangen winden, leider auch kein Gaucho, der den Hügel hinab geritten kommt. Dafür aber jede Menge unterschiedliche Vegetation, die die Phantasie anregen und die Illusion herbeizaubern könnte, man befinde sich tatsächlich irgendwo zwischen San Francisco und Los Angeles, im Yosemite Nationalpark en miniature vielleicht. Das Land ist weit und die Prärie nicht fern. Und – die Pflanzen danken es dem mitteleuropäischen Klima, dass sie auch ab und zu im Regen stehen und nicht von der erbarmungslos sengenden Sonne Kaliforniens verbrannt werden.

www.stephanmarialang.de

Garten- und Landschaftsarchitekt: Stephan Maria Lang www.stephanmarialang.de Fotos: Marc... mehr

Garten- und Landschaftsarchitekt:

Stephan Maria Lang
www.stephanmarialang.de

Fotos:

Marc Winkel
Stephan Maria Lang
Hans Kreye