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Aus der Reihe getanzt

Variation der Reihenhaustypologie

Reihenhäusern sagt man nach, sie seien puppenstubenhaft klein und nur für bescheidene... mehr

Reihenhäusern sagt man nach, sie seien puppenstubenhaft klein und nur für bescheidene Platzansprüche geeignet. Doch sie erfreuen sich großer Beliebtheit – man ist für sich und hat sein eigenes Reich. Eine dieser Reihenhaussiedlungen ist in Harlaching zu finden. Die Bauherren dieses Neubaus erwarben das Reihenendgrundstück, auf dem ein marodes, nicht erhaltenswertes Haus aus den Dreißigern stand. Gemeinsam mit einem befreundeten Architekten schufen die Grundstückseigner ein kleines Traumhaus mit erstaunlich viel Platz auf wenig bebaubarem Grund.

Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung stammt vom Architekturbüro Thomas und Urban Frick. Mit einem Anbau, der in den Garten ragt, wurde viel zusätzliche Wohnfläche generiert. Das Haus grenzt an einen Park und ist somit zu seiner Linken unverbaubar. Auch dieses Haus hat, wie seine „Geschwister“, nur eine Breite von 7,20 m. Man kann nur staunen, welches Raumprogramm die Architekten hier untergebracht haben. Im Gegensatz zu den älteren Häusern hat dieses Gebäude ein Kellergeschoss mit voller Raumhöhe. Hier haben ein Technikraum, Waschraum, Lager und ein Hobbyraum unter dem Anbau Platz. Auffälligstes Merkmal beim Näherkommen sind die Schiebeläden mit ihren Holzlamellen. „Eine Spezialanfertigung“, betont Christian Sandweger, der ausführende Architekt, „die Lamellen sind so gestellt, dass nicht durchgesehen werden kann, und der Rahmen ist nur ein leichtes L-Profil, um die Läden so schlicht und schlank wie möglich hinzubekommen.“ Das Resultat ist sehr dekorativ und schützt vor neugierigen Blicken.

Die junge Familie mit ihren beiden kleinen Kindern hat über drei Stockwerke auf 160 m² verteilt alles, was sie benötigt: Eine Küche mit Essbereich und ein großzügiges Wohnzimmer mit der Terrasse im EG. Durch eine in die Terrasse eingelassene Treppe, die man herausklappen kann und zunächst gar nicht wahrnimmt, gelangt man in den Hobbyraum. „James-Bond-Element“, nennt es Sandweger. Im 1. OG liegen die beiden Kinderzimmer, ein Bad, ein Gästezimmer mit Gäste-WC und ein kleines Büro. Im Dachgeschoss ist der Elternbereich, ein Bad mit Ausblick und später einmal eine Terrasse auf dem Dach des Anbaus. Edle Sichtbetonwände und Decken, Eichenholzböden und -treppenstufen geben dem Innenleben eine elegante Note.

www.arcs.de

Architekten: arcs architekten www.arcs.de Putz: Arte Antica www.arteantica.de... mehr

Architekten:

arcs architekten
www.arcs.de

Putz:

Arte Antica
www.arteantica.de

Fliesen:

Fliesen Schwimmer
www.fliesen-schwimmer.de

Parkett:

Parkett Ehm
www.parkett-ehm.de

Elektro/HLS:

Wiesbauer
www.wiesbauer-gmbh.de

Stahlbau, Treppe:

Fritz Ettenreich
www.f-ettenreich.de

Holzfassade / Terrasse / Schiebeläden:

Schreinerei Hecker
www.schreinerei-hecker.de

Fotos:

Antje Hanebeck