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Lebendige Tradition

Die Wandlung des universitären Schlossplatzquartiers in Freiberg ist abgeschlossen

Der gesamte historische Stadtkern Freibergs steht unter Denkmalschutz und gehört seit 2019 zum... mehr

Der gesamte historische Stadtkern Freibergs steht unter Denkmalschutz und gehört seit 2019 zum UNESCO-Weltkulturerbe Montanregion Erzgebirge. Die Sanierung und Erweiterung des Schlossplatzquartiers ist Teil einer gemeinsamen Entwicklung von Universität und Stadt mit dem Ziel, einen Wissenschaftskorridor zwischen der Altstadt und dem ausgelagerten Campus der TU Bergakademie Freiberg zu schaffen. Der Neubau des Hörsaalgebäudes bildet dabei den letzten Baustein, den das Hannoveraner Büro Architekten BKSP nach dem Wettbewerbsgewinn von 2008 in zwei Bauabschnitten im letzten Jahr fertigstellten. Die Einrichtungen der TU Bergakademie Freiberg, die 1765 gegründet wurde und die älteste noch bestehende montanwissenschaftliche Bildungseinrichtung der Welt ist, verteilen sich jetzt im innerstädtischen Schlossplatzquartier auf drei historische Bestandsgebäude verschiedener Bauepochen und den ergänzenden Neubau des Hörsaals.

Der zum zentralen „Lehrraum“ aufgeweitete Wissenschaftskorridor ist ideell wie faktisch die verbindende Mitte – das öffentliche Foyer – des universitären Schlossplatzquartiers. Das neue Hörsaalgebäude schließt die Baulücke an der Prüferstraße und begleitet den Wissenschaftskorridor durch das Schlossplatzquartier. Die gegliederte Kubatur des Neubaus vermittelt zwischen den variierenden Maßstäben des umgebenden, historischen Quartiers und setzt einen maßvollen Akzent an der Prüferstraße. Parallel zur öffentlichen Durchwegung schafft das Foyer des Hörsaalgebäudes eine Passage zwischen äußerem Stadtraum und innerem Quartiersforum. Die bauhistorischen Funde, die bei archäologischen Grabungen vor Baubeginn freigelegt wurden, sind wie Artefakte in das Foyer einbezogen. Es erschließt zwei Seminarräume sowie den großen Hörsaal im Obergeschoss. Raumhohe, über Eck geführte Fenster verknüpfen das Foyer und den Hörsaal mit dem zentralen Forum des Quartiers. Der Hörsaal wird geprägt durch eine zum ansteigenden Gestühl gegenläufig gegliederte Deckenkonstruktion, in die Raumlufttechnik, Akustik und Beleuchtung integriert sind.

Die homogene Hülle des Hörsaalgebäudes ist mit sächsischem Naturstein bekleidet. Die Straßenfassade zeigt eine reliefartige Darstellung der Freiberger Bergparade vom Künstler Michael Krenz, die an die noch heute lebendige, mehr als 800 Jahre alte Tradition des Bergbaus und Hüttenwesens in Sachsen erinnert.

www.bksp.de

Fotos:

Frank Aussieker
www.aussieker-fotografie.de

Albrecht Voss
www.albrechtvoss.com

(Erschienen in CUBE Leipzig 04|21)

Architekten: BKSP www.bksp.de Tragwerksplanung: Mayer-Vorfelder und Dinkelacker... mehr
Architekten:

BKSP
www.bksp.de

Tragwerksplanung:

Mayer-Vorfelder und Dinkelacker
www.mvd-plan.de

Technische Ausrüstung:

Planungsbüro Waidhas
www.waidhas-ing.de

Ingenieurbüro Bochmann
www.ib-bochmann.de

Fassade, Dach:

Sächsische Sandsteinwerke
www.sandsteine.de

Fenster, Türen:

MF Fassadentechnik
www.mf-fassadentechnik.de

Freianlagen:

aqua saxonia
www.aqua-saxonia.de

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