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Gelungener Lückenschluss

Das neue Mehrfamilienhaus fügt sich harmonisch in die denkmalgeschützte Nachbarschaft

Gelungener Lückenschluss
Erdgeschoss
Gelungener Lückenschluss
1. Obergeschoss
Gelungener Lückenschluss
2. & 3. Obergeschoss
Gelungener Lückenschluss
unteres Maisonettegeschoss
Gelungener Lückenschluss
oberes Maisonettegeschoss
Die schmale Baulücke in der gründerzeitlichen Blockrandbebauung in Leipzig-Connewitz entstand... mehr

Die schmale Baulücke in der gründerzeitlichen Blockrandbebauung in Leipzig-Connewitz entstand durch einen Brand Ende des 2. Weltkriegs. Die Fläche wurde seither nur als Park- und Abstellplatz genutzt. Die historische Struktur des Quartiers ist in ihrer Bauweise weitestgehend intakt und noch nicht bis zur Unkenntlichkeit saniert und nachverdichtet. Der gesamte Straßenzug und die umliegenden Gebäude der Baulücke stehen unter Denkmalschutz. Entsprechend den Auflagen der Denkmalschutzbehörde fügte das Büro KO/OK Architektur die straßenseitige Fassade des Wohnungsneubaus in die gründerzeitliche Nachbarschaft ein, um ein homogenes Straßenbild erzeugen. Sie ist im Sockelbereich mit rautenförmigen Betonplatten mit regionalem Granitzuschlag belegt und greift in einer reduzierten, aber hochwertigen Formensprache das Sockel­thema der Nachbargebäude auf. Die Obergeschosse sind mit einem quittenfarbenen Kratzputz versehen. Die raumhohen Holzfenster sind regelmäßig angeordnet.

Der Neubau schafft sieben Wohneinheiten unterschiedlichen Zuschnitts mit 50 bis 135 m² Wohnfläche. Im Erdgeschoss sind Fahrradabstell- und Müllraum sowie drei Pkw-Stellplätze untergebracht. Die Eingangssituation mit überdachtem Durchgang zum Garten ist der typischen Gründerzeitstruktur nachempfunden und vermittelt eine Großzügigkeit zum Ankommen, Treffen und Verweilen, die im Neubau sonst nur noch selten zu finden ist. Die Wohnungen im 1. bis 3. Obergeschoss sind auf einer Ebene als klassische Etagenwohnungen organisiert. Man betritt sie mittig über den zentralen Flur mit Garderobe und anschließendem Bad. Der lichtdurchflutete Wohn- und Essbereich ist hofseitig Richtung Westen orientiert und öffnet sich zum Balkon mit Blick auf den grünen Innenhof. Straßenseitig sind die Individualräume nach Osten angeordnet. Die beiden oberen Etagen nehmen zwei doppelgeschossige Maisonetten mit internen Erschließungen auf. Im unteren Geschoss liegen die Individualräume und das Bad, der gesamte Dachraum ist dem Wohn- und Essbereich mit vorgelagerter Terrasse vorbehalten. Die sichtbare Holzdecke erzeugt durch die Mansarden-Dachform ein großzügiges und behagliches Raumgefühl und die großformatigen Öffnungen schaffen einen lichtdurchfluteten, loftartigen Raum mit klarem Bezug nach draußen. Wichtig war den Architekten, einschichtige, nachhaltige und dauerhafte Konstruktionen und Baumaterialien einzusetzen. Im Inneren überzeugt das spannungsvolle Zusammenspiel verschiedener Materialitäten wie Eichenholz, Sichtbeton, Estrich und pulverbeschichtetem Stahl.

www.ko-ok.cc

Fotos:

Sebastian Schels
schels.net

(Erschienen in CUBE Leipzig 02|21)

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