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Denk mal anders!

Im historischen Kutscherhaus steckt ein Konzepthaus für das Wohnen und Bauen der Zukunft

Das Kutscherhaus an der Bautzner Straße in Dresden ist etwas ganz Besonderes. Es ist eine... mehr

Das Kutscherhaus an der Bautzner Straße in Dresden ist etwas ganz Besonderes. Es ist eine außergewöhnliche Sanierung eines Denkmals von 1873 und zugleich ein Demonstrationsobjekt für die Zukunft des Bauens, geplant und umgesetzt vom Architekten Gerd Priebe. Das Kutscherhaus ist das einzige Gebäude des Bauensembles Villa Nordmann, das die Zerstörungen des 2. Weltkriegs überstanden hat. Seit 20 Jahren verfiel es zunehmend. Es besteht aus zwei erhöhten Trakten, verbunden durch ein niedrigeres Mittelteil mit einem geschmückten Portal. Das historische Gebäude wurde komplett entkernt und grundsaniert, seine Umfassungswände dienen als schützendes Gefäß für das Neue – die Holzbaukörper, die als Haus im Haus nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip errichtet wurden und über die alten Gemäuer ragen, sodass die Zeit­epochen ablesbar bleiben.

Das Innere besteht aus Baubuche. Durch ihre außergewöhnlich hohe Festigkeit ermöglicht sie wesentlich schlankere Bauteile. Die Außenwände sind nur 40 mm dick. Das Haus ist ein Labor für zukünftiges Wohnen. Alle Lichtquellen werden per Smartphone gesteuert. Ein KNX-System ermöglicht die Gebäudeautomation von Heizung über Beleuchtung, Warmwasser, Schließsysteme, Be- und Entlüftungen, Türsprechanlagen bis hin zu Küchen- und Entertainmentsystemen. Eine Photovoltaikanlage speist regenerativen Strom in die Energieversorgung des Kutscherhauses ein. An einem sogenannten Energiecockpit kann der Verbrauch dabei jederzeit überprüft und analysiert werden. Die Leitidee war: Alles ist schlank, leicht, flächen- und raumeffizient, wartungsarm, ästhetisch und hat einen hohen Nutzerkomfort.

Die Trinkwassererwärmung ist von der Heizung getrennt. Elektronische Durchlauferhitzer liefern Wasser genau in den gebrauchten Mengen und Temperaturen. Die Temperierung der Räume erfolgt über Heizvliese, deren Wärmestrahlen von doppellagigen Reflektionsfolien in die Innenräume umgelenkt werden. Neben stromsparenden, farboptimierten LEDs werden Leuchten mit PI-LED-Technologie eingesetzt, die das Human Centric Lighting Konzept unterstützen. Auf 170 m² und sieben Ebenen verteilen sich Räume unterschiedlicher Geometrie, Fläche, Ausblicke und Belichtung. Das Raumgefüge lebt durch den Wechsel von Weite und Enge und besticht durch die unterschiedliche Farbgestaltung der Fensterrahmen. 85 Prozent der verwendeten Baustoffe können in den Stoffkreislauf zurückkehren.

www.gpac.de

Fotos:

Gunter Binsack
www.gunterbinsack.de

(Erschienen in CUBE Leipzig 02|21)


Architekten: Gerd Priebe www.gpac.de Energiekonzept: enviaM www.enviam.de... mehr
Architekten:

Gerd Priebe
www.gpac.de

Energiekonzept:

enviaM
www.enviam.de

Gebäudetechnik:

GC-Gruppe
www.gc-gruppe.de

Innenausbau:

Innenausbau Christoph Heinke
www.innenausbauheinke.de

Montage Holzkonstruktion:

Holzinn Werkstätten Wilsdruff
www.holz-inn.de

Herstellung Holzbauteile:

Walther Expointerieur
www.walther-expointerieur.de

Elektro:

EA EnergieArchitektur
www.ea-energiearchitektur.de

Rohbau, Sanierungsarbeiten:

Vogel Bau
www.vogel-bau-gmbh.de

Möbel:

Deutsche Werkstätten Hellerau
www.dwh.de

Bau-Buche:

Pollmeier
www.pollmeier.com

Beleuchtung:

Kiteo
www.kiteo.eu

Durchlauferhitzer:

Clage
www.clage.de

Armaturen:

CEA
www.ceadesign.it

Sanitärobjekte:

Disegno Ceramica
www.disegnoceramica.com

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