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Wie eine Spirale

Wohnhauserweiterung für eine barrierefreie Nutzung

Seit 1982 lebt ein Ehepaar in dem einfachen, zweigeschossigen Reihenendhaus in Köln. Und wäre es... mehr

Seit 1982 lebt ein Ehepaar in dem einfachen, zweigeschossigen Reihenendhaus in Köln. Und wäre es nach ihnen gegangen, hätten sie auch weiterhin ohne große Veränderungen in dem Haus leben können. Doch das Schicksal hatte andere Pläne: Vor rund sieben Jahren erlitt der Ehemann einen schweren Motorradunfall und ist seit dieser Zeit auf den Rollstuhl angewiesen. Dieses Ereignis veränderte nicht nur das tägliche Leben, sondern machte auch Umbaumaßnahmen am Haus erforderlich. Daher begann das Ehepaar ein Jahr nach dem Unfall mit den Überlegungen, wie das Haus am besten umgebaut werden könnte, um künftig eine einfache und barrierefreie Nutzung zu ermöglichen. 


Gemeinsam mit dem beauftragten Architekten Tobias Katz und Michel Müller erwogen die Bauherren eine Wohnhauserweiterung, mit deren Hilfe das ehemals vertikal organisierte Wohnhaus auf ein horizontales Raummodell übertragen werden sollte. 
Die Schwierigkeit einer horizontalen Erweiterung bestand vor allem in der Frage, inwieweit öffentliche Bereiche wie zum Beispiel der Eingangsbereich und der Arbeitsraum sowie private Bereiche wie Schlafraum, Bad und Toilette so organisiert werden können, dass die erforderliche Privatsphäre nicht beeinträchtigt würde. 


Um dies zu erreichen, entschieden sich Architekt und Bauherren für ein Konzept, welches die öffentlichen und privaten Funktionen ähnlich einer Perlenkette nacheinander aufreiht und diese in Form einer Schneckenbewegung sukzessive privater und intimer werden lässt. Bezogen auf die jeweilige Raumsituation und die Blickbeziehungen variieren daher die Fensteröffnungen in der Höhe.

Das neue Gebäude besteht aus einzelnen vorgefertigten Elementen, die sowohl das Innere als auch das Äußere des Gebäudes räumlich begrenzen, den nötigen Sichtschutz garantieren und darüber hinaus unterschiedliche Funktionen wie Rampe, Bänke, Tische, Betten und Schränke aufnehmen, um auf diese Weise eine barrierefreie Nutzung zu ermöglichen.

Während der offene Außenbereich durch Betonfertigteile gefasst ist, präsentiert sich das Innere in behaglicher Holzrahmenbauweise. Die verwendeten Holzfassadenpaneele dienen der Schalung der Betonstelen, wodurch eine durchlaufende Oberflächenstruktur zwischen Außen- und Innenraum erzielt wurde. Den Raumabschluss zwischen Außen und Innen schafft eine elektrisch verschiebbare Glastür, welche die notwendige räumliche Kontinuität und Großzügigkeit des neuen Lebensraumes des Ehepaares ermöglicht.

www.katzkaiser.de

Architekten Katz Kaiser www.katzkaiser.de Fotos Veit Landwehr www.bildpark.net mehr

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Katz Kaiser
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Veit Landwehr
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