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Von der Tristesse, hin zur Klarheit

Sanierung und Umbau eines Mehrfamilienhauses in der Kölner Innenstadt

Mitte der 1960er-Jahre ist dieses fünfgeschossige Mehrfamilienhaus in der Händelstraße 18 erbaut... mehr

Mitte der 1960er-Jahre ist dieses fünfgeschossige Mehrfamilienhaus in der Händelstraße 18 erbaut worden, wobei jede Etage eine eigenständige 2-Zimmer-Wohnung inklusive Küche, Diele, Bad und Balkon umfasst. Neben der zentralen Lage im lebenslustigen Belgischen Viertel macht vor allem auch die attraktive Ost-West-Ausrichtung das Wohnhaus zu einer begehrten Adresse. Heute beherbergt das Gebäude ein Büro im Erdgeschoss sowie insgesamt fünf Wohnungen.

Im Jahr 2010 wollte der Bauherr Rainer Brettschneider von der b-zwo Immobilienvertrieb und Bauträger GmbH dem Gebäude eine zeitgemäße, moderne Optik verleihen und beauftragte hierzu das ebenfalls in der Domstadt ansässige Architektenbüro Gablik Otto Architekten. Die Architekten beseitigten alle kleinteiligen Raumstrukturen und entwickelten ein zeitloses, funktionales Design.

Dabei umfassten die Arbeiten drei Bauabschnitte, wobei der erste im Jahr 2010 mit der hochwertigen Dachaufstockung über zwei Etagen begann. Dank dieser Aufstockung über den Dächern von Köln konnte die Lücke aus den 1960er-Jahren mit neuem Leben gefüllt werden. Entstanden sind offene und transparente Lofträumen, die das Gefühl von Freiheit vermitteln. Die Ost-West Ausrichtung sowie mehrere Freisitze runden die Nutzungsqualitäten des neu geschaffenen Wohnraumes ab. Neben dem zusätzlichen Raumgewinn kam es den Architekten auch darauf an, die Aufstockung harmonisch in das Gesamtbild der Straße einzufügen. Um dies zu erreichen, wurde die Proportion der historisch wertvollen Nachbarbebauung durch die Übernahme der markanten Dachgesimsausbildung aufgegriffen und in die heutige Zeit übersetzt.

Im zweiten Bauabschnitt, der zwei Jahre später erfolgte, stand die energieeffiziente Sanierung der kompletten Straßenfront auf dem Programm. So wurden die alten einfach verglasten Fenster sowie die Hauseingangstür durch dreifach verglaste, große fassadenbündige Fensterelemente ersetzt. Funktion und Ästhetik vereinen sich und verleihen dem Wohnhaus einen einzigartigen Glanz. Das übergroße quadratische West-Fenster lässt das Sonnenlicht tagsüber durch die ganze Wohnung fluten, in der Nacht bildet sich ein spannendes Lichtspiel zur Straße ab.

Noch im gleichen Jahr begann der dritte Bauabschnitt, der die Kernsanierung der Wohnein­heiten im zweiten und dritten Obergeschoss umfasste. Dabei wurden störende Wände, mehrlagige Bodenbeläge und die Badezimmer aus den 1960er-Jahren entfernt und technisch auf einen zeitgenössischen Neubaustandard gebracht. Der ex­klusive, moderne Ausbau durch gekälkte Eichendielen, Glasmosaik in den Bädern, fein gespachtelte Wandoberflächen, raumhohe Schiebetüren und französische Beschläge bzw. Arma­turen formulieren ein ganz neues, fließendes Wohnkonzept.

www.gablikottoarchitekten.de
www.bzwo-gmbh.com

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