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Unerwartete Aussichten

Ein Einfamilienhaus in Dellbrück nutzt die Lage in zweiter Reihe

Auf den ersten Blick ist von der Straße aus nicht viel zu sehen. Ein Tor verrät, dass sich... mehr

Auf den ersten Blick ist von der Straße aus nicht viel zu sehen. Ein Tor verrät, dass sich dahinter wohl noch ein Gebäude in zweiter Reihe befinden muss. Und in der Tat, nach rund 20 Metern zeigt sich ein zweigeschossiges, modernes Einfamilienhaus. Charakteristisches Merkmal sind neben der dunklen Fassade die klaren Konturen der Vor- und Rücksprünge mit ihren auskragenden Flachdächern. Vor Betreten des Hauses sind es die Baumkronen aus dem hinteren Teil des Grundstücks, die erahnen lassen, welche Ausblicke im Innern des Hauses noch zu erwarten sind. Und so ist es dann auch: Aus dem Eingangsbereich im Erdgeschoss blickt man direkt durch den hellen Wohnraum in den lichten, großen Garten mit seinem alten Baumbestand. Bevor die Bauherren das Grundstück im Stadtteil Dellbrück 2012 erwarben, zeichnete der Kölner Architekt Werner Scherer einen Entwurf, der letztendlich den Ausschlag gab, das Grundstück zu kaufen. Nahezu unverändert stellte Werner Scherer das Einfamilienhaus im Jahr 2013 fertig.

Das Resultat ist ein auf seine Bewohner zugeschnittenes Haus mit klar strukturierten, großzügig dimensionierten Räumen, jeder auf seine Art mit der Landschaft verbunden. Zum Garten hin liegt das Haus auf einem Plateau. Von der Terrasse, die sich über die gesamte Gebäudelänge erstreckt, blickt man ungehindert in den Garten und in das unmittelbar angrenzende Naturschutzgebiet Thielenbruch.
Der Mittelpunkt des Hauses ist der Teil des Erdgeschosses, der sich zum Garten hin öffnet. Küche, Ess- und Wohnraum gehen ineinander über und werden von drei Seiten über großflächige Glasfassaden belichtet. Als einzig optische Raumteilung zwischen Wohn- und Essbereich dient der offene Kamin. Rückzugsmöglichkeit bietet die an das Wohnzimmer angrenzende Bibliothek, eine kleine Oase mit Ausblick in einen nicht einsehbaren Innenhof. Wem nicht nach Lesen zumute ist, verlässt den offenen Lebensmittelpunkt und entschwindet direkt angrenzend in den Fitnessraum mit Sauna und Zugang zum Garten. Über eine offene Treppe erreicht man die privaten Räume im ersten Geschoss. Dort befinden sich zwei große Zimmer mit gemeinsam genutzter Ankleide und Bad sowie das Schlafzimmer der Eltern mit eigenem Bad und Zugang zur vor Einblicken geschützten Loggia, von der aus man die Aussicht über den Garten genießen kann. Durch das Zurücksetzen der zweiten Ebene fällt der Blick zudem auf große, begrünte Dachflächen.

Gäste des Hauses, die das erste Mal das Grundstück betreten, mögen etwas verblüfft sein, welche Landschaft und Aussichten sich hinter dem Grundstück noch verbergen. Genauso wollten es die Bauherren: Ihre Wohn- und Lebensräume mit der Natur verbinden. Das muss auch nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich sein. Die Gäste haben es aber durchschaut und kommen immer wieder gerne zu Besuch. Die Aussage der Bauherren daher verständlich: „Wenn unsere Gäste gegangen sind, sagen wir immer: und wir dürfen hier bleiben.“

www.architektscherer.de

Architekt: Architekt Scherer www.architektscherer.de Fenster / Sonnenschutz: Combüchen... mehr

Architekt:

Architekt Scherer
www.architektscherer.de

Fenster / Sonnenschutz:

Combüchen & Sohn
www.combuechen.com

Fliesen:

Fliesen Görres
www.fliesengoerres.de

Schreiner Innentüren:

Schreinerei Hansen
www.schreinerei-hansen.com

Schreiner Möbel:

Georg Müller
www.schreinereigeorgmueller.de

Aussenanlagen:

Galabau Becker
www.galabau-becker.de

Fotos:

Rebecca Peetz
www.rebecca-peetz.com